Der Florentiner Dom zählt zu den absoluten Top Sehenswürdigkeiten Italiens, ist die viertgrößte Kirche der christlichen Welt und darüber hinaus das unumstrittene Wahrzeichen der Stadt.
Erfahrt im folgenden Artikel alles Wichtige über das gigantische Bauwerk!

Tickets, Warte- und Öffnungszeiten in der Kathedrale

Als erstes gilt es hierbei zu sagen, dass der Eintritt in die Kathedrale selbst, inklusive der Krypta, kostenlos ist. Das heißt jedoch auch, dass sich oft schon vor Öffnungsbeginn große Besucherströme bilden, so dass hier bereits mitunter eine Wartezeit von 1 Stunde eingeplant werden muss.

Baptisterium Florenz

Beim Kuppelaufgang dauert das Anstehen besonders im Sommer sogar noch länger. Dies ist zu dieser Jahreszeit auch nicht gerade angenehm, da sich Florenz als Großstadtmetropole äußerst schnell aufheizt. Deshalb ist es sehr empfehlenswert, die Tickets vorher online zu buchen*: So kann man zu einer festen Zeit den Kuppelbesuch in Anspruch nehmen ohne stundenlang warten zu müssen.
Inbegriffen in die Eintrittskarten sind dann ebenso das Innere der Kathedrale, die Krypta, der Glockenturm, das Baptisterium und das Dommuseum.


Öffnungszeiten Kathedrale: Montag-Mittwoch und Freitag: 10:00-17:00 Uhr, Donnerstag und Samstag 10:00-16:30 Uhr, Sonntag 13:30-16:45 Uh

Krypta: Montag-Mittwoch 10:00-17:00 Uhr, Donnerstag und Samstag 10:00-16:30 Uhr, Sonntag geschlossen

Kuppel: Montag-Freitag 08:30-19:00 Uhr, Samstag 08:30-17:00 Uhr, Sonntag 13:00-16:00 Uhr

Baptisterium: Montag-Donnerstag 08:15-10:15 Uhr / 11:15-19:30 Uhr, Freitag 08:15-10:15 Uhr / 11:15-18-45 Uhr, Samstag 08:15-18:30 Uhr, Sonntag 08:15-13:30 Uhr

Campanile: 08:15-19:00 Uhr

Führung + Tickets für die Kuppel ohne Anstehen*

Dimensionen und Finanzierung der Kathedrale von Florenz

Die Ausmaße der Santa Maria del Fiore sind gewaltig. Mit ihren 153 Metern in der Länge und 38 Metern in der Breite bietet sie ungefähr 30.000 Menschen Platz. Ursprünglich sollte der Bau die gesamte Bevölkerung Florenz‘ aufnehmen können, die sich damals auch etwa auf diesem Niveau befand. Die 153 Meter machen den Dom zudem zur wohl längsten Kirche der Welt!

Florenz Dom Fassade

Das Gebäude wurde im Jahre 1296 unter Arnolfo di Cambio begonnen. Nach dessen Tod führte es Francesco Talenti fort, Brunelleschi vollendete schließlich die architektonische Meisterleistung und setzte dem Dom die mächtige Kuppel auf, zu der wir später noch kommen. Die Einweihungsfeier fand 1436 statt.

Verantwortlich für den Bau war die Florentiner Stadtverwaltung und nicht, wie es üblicherweise vorkam, der Bischof. Horrende Summen wurden in die Kathedrale gesteckt, teilweise flossen 8,5% der Steuereinnahmen in den Dombau!
Doch selbst diese reichten nicht aus, um das Projekt vollständig zu finanzieren: So führte man eine Pro-Kopf-Erbschaftssteuer von 3 Fiorini ein. Außerdem wurden in Geschäften zusätzlich Sammelbüchsen aufgestellt.

In den ersten Jahren diente der Dom als Versammlungsort des Stadtparlaments, bedeutend war ab dem 15. Jahrhundert vor allem die heilige Messe bzw. die Predigten von Savonarola Ende des Jahrhunderts. Mindestens 10.000 kamen hier regelmäßig auf dem Domplatz zusammen. 1478 fand an dieser Stelle auch die Pazzi-Verschwörung gegen die Medici statt.

Dom von Florenz – Eintritt und Kuppelaufstieg

Die heutige Fassade wurde erst im 19. Jahrhundert nach einem Entwurf von Emilio de Fabris fertiggestellt. Auf praktisch jedem repräsentativen Florenz-Bild fällt der farbenprächtige weiße, rote und grüne Marmor auf. Die Statuen an der Fassade stellen unter anderem Apostel sowie Persönlichkeiten der Domgeschichte dar.
Man sollte sich wirklich die Zeit nehmen und die (West-)Fassade etwas genauer bewundern. Zusammen mit dem Baptisterium und dem Campanile ergeben sich mehrere prächtige Fotomotive.

Das Innere des Doms ist hingegen eher schlicht, fast schon kahl gehalten. Möglicherweise lag das an seiner Extra-Funktion als Versammlungsort. Zwei Reiterstandbilder von Andrea del Castagno und Paolo Uccello im linken Seitenschiff zeigen zwei Söldnerführer der damaligen Stadtrepublik – ansonsten sind die Fresken in der Kuppel am markantesten, die das Jüngste Gericht darstellen.

Man benötigt ein gutes Auge oder am besten eine scharfe Kamera, um Details der eindrucksvollen Malereien zu sehen.
Sehenswert ist übrigens auch die Krypta unter der Kathedrale, die eine Ausstellung birgt.

Die Mosaikkuppel des Baptisteriums ist ähnlich prachtvoll wie die des Doms. Der Eintritt ist im Kombiticket mit enthalten.


Schon allein die Kuppel misst bemerkenswerte 35 Meter und besitzt einen Durchmesser von 45 Metern. Einschließlich der aufgesetzten Laterne erreicht sie eine Höhe von 107 Metern! Der Kuppelbau wurde einige Jahrzehnte nach dem einstigen Baubeginn des Doms beschlossen.
Allerdings wagte sich kein Baumeister an die monumentale Aufgabe heran, bis Brunelleschi 1418 seine Pläne auf den Tisch legte. Wie schon angedeutet wurden die Arbeiten 1436 abgeschlossen.

Der Aufstieg hat es durchaus in sich und wer Höhen- oder Platzangst hat, sollte besser zweimal überlegen, sich auf die Kuppel hinauf zu begeben. An heißen Sommertagen wird der Weg zusätzlich beschwerlich.
Dennoch wird sich die Mühe in jedem Fall lohnen: Wie man sieht, müssen wir wahrscheinlich nicht extra erwähnen, wie fantastisch die Aussicht aus über 100 Metern auf Florenz ist!

Führung + Tickets für die Kuppel ohne Anstehen*

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