Ähnlich wie Portugals Hauptstadt Lissabon, entwickelt sich auch die zweitgrößte Stadt des Landes weiterhin zu einem der beliebtesten Touristenziele in Europa. Direkt an der Atlantikküste im Norden Portugals gelegen, wurde Porto bereits 2001 zur Kulturhauptstadt Europas ernannt. Bekannt ist Porto unter anderem für seine monumentalen Brücken, die mittelalterlichen Altstadthäuser sowie für den hier hergestellten Portwein.

Porto – die Traum- und Trendstadt Portugals

Wie so oft bei Städtereisen ist die Altstadt im engen Tal des Douro die größte Attraktion für Besucher. Die antiken, aber immer noch erhaltenen Häuser stützen sich gegenseitig, damit sie nicht einfallen, während der Putz von den Wänden herunterbröckelt. Grün berankte Balkons kleben an den Fassaden, die aufgehängte Wäsche flattert im Seewind. In den schmalen, verwinkelten Gassen finden sich klassische Tavernen sowie Obst- und Gemüsehändler, die ihre regionale Ware anbieten.
Nachdem an den Flusslauf des Douros einige Wasserkraftwerke gebaut wurden, haben die Händler nicht mehr so starke Probleme mit den Flutwellen.

Über den Fluss spannt sich die kolossale Ponte Dom Luís I, die Porto mit dem Ort Vila Nova de Gaia verbindet. Dort wird in Kellern und Lagerhallen der starke und traditionelle Portwein gemischt und anschließend gelagert. Die Weinregion Alto Douro ist im Übrigen das älteste Weinbaugebiet der Welt! Im Fluss selbst ankern noch heute alte Portwein-Kähne, mit denen in früheren Zeiten der Traubenmost heranbeschafft wurde. Heute dienen diese allerdings “nur” noch als anmutiges Fotomotiv.

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Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Porto


Porto Karte

In der InnenstadtSão Bento und Torre dos Clérigos

Die Hauptachse des Zentrums bildet die Avenida dos Aliados, die vielmehr wie ein riesiger Platz wirkt. An ihrem nördlichen Ende befindet sich das stattliche Rathaus und aufgrund der zentralen Lage stellt sie einen guten Ausgangspunkt für eine Stadtbesichtigung dar.
Nur wenige Parallelstraßen östlich davon erreicht man anschließend die Fußgängerzone und ebenfalls beliebte Einkaufsstraße Rua de Santa Catarina. Hier kommt man an zahlreichen interessanten Geschäften und Boutiquen vorbei. Erwähnenswert ist das in erstklassigem Ambiente gehaltene Café Majestic*, in dem Joanne K. Rowling die ersten Harry Potter Kapitel schrieb!

Avenida dos Aliados

Unbedingt vorbeischauen – sofern man nicht bereits dort angekommen ist – am Bahnhof São Bento. Denn ähnlich wie in Moskau die Metro ist die Vorhalle des Hauptbahnhofs von Porto mit Gemälden, sogenannten Azulejos ausgeschmückt und damit äußerst sehenswert. Die kunstvollen Fließen zeigen zum Beispiel Szenen aus der Geschichte des Transportwesens und vom Weinanbau.

Westlich von der Avenida dos Aliados wiederum liegt das alte Universitätsviertel Cordoaria. Passend dazu kann man hier in einigen Stadtpalästen und Kunstgalerien vorbeischnuppern sowie sich von der Atmosphäre in der Livraria Lello verzaubern lassen. Obwohl sie schon lange kein Geheimtipp mehr ist, gehört sie weiterhin zu den prachtvollsten und schönsten Buchhandlungen der Welt. Man weiß nach einem Besuch einmal mehr, woher ein Teil der Inspiration für die Harry Potter Romane kam.

Altstadt von Porto, im Hintergrund der Torre dos Clérigos

Unweit des Buchladens thronen der Torre dos Clérigos, der höchste Kirchturm Portugals und die dazugehörige Kirche. Bemerkenswert sind das ovale Kirchenschiff und die schier endlosen Treppenstufen, die sich den Turm hinaufwinden. Oben angekommen, wird man mit einer traumhaften 360° Aussicht mit Blick auf das andere Flussufer und den Atlantik belohnt

Öffnungszeiten: Täglich 09-19 Uhr, Eintritt 4€

Tickets für den Torre dos Clérigos*

Kathedrale von Porto

Die Hauptkirche von Porto ist die Sé do Porto. Ursprünglich wurde der auf dem Hügel Pena Ventos liegende Sakralbau als romanische Wehrkirche erbaut. Im Laufe der Zeit haben allerdings auch andere Baustile an der Kathedrale Anwendung gefunden.

Ein beträchtlicher Teil des Äußeren wurde während des Rokoko und Barock umgestaltet, der vergoldete Hauptaltar wurde demgegenüber im Stil der Renaissance verändert. Viel Handwerkskunst steckt ebenso im Silberaltar im linken Querschiff, an dem 100 Jahre gearbeitet wurde. Im Inneren ist die romanische Grundstruktur jedoch weiterhin erhalten geblieben.
Lohnenswert ist eine Besichtigung des gotischen Kreuzgangs, welcher wie der Bahnhof São Bento mit Azulejogemälden verziert ist.

Öffnungszeiten: Täglich 09-12:30, 14:30-18:00, Eintritt Kreuzgang 3€, ermäßigt 2€

Neben dem Domplatz führen enge Treppen und Gässchen hinunter zum Douro-Tal.

Stadtrundgang durch Porto*

Am Ufer des Douro

Ponte Dom Luis I

Die weiter oben schon erwähnte Stahlbrücke ist mittlerweile das wohl bekannteste Bauwerk der portugiesischen Stadt. Entworfen wurde sie – wer hätte es gedacht – von Théophile Seyring, einem Schüler von Gustave Eiffel. Die Brücke besitzt zwei Etagen – unten fahren die Autos, oben die Metro. Natürlich kann man auf der oberen Etage auch zu Fuß gehen und die fantastische Perspektive über den Douro und die auf ihm schaukelnden Kähne genießen.

Cais da Ribeira

Von der Ponte Luis erkennt man außerdem die Cais da Ribeira. Die Hafenkais liegen im ältesten und mittlerweile weitgehend renovierten Stadtviertel. Auch wenn die traditionellen Gemüse- und Fischstände mit der Zeit moderneren Restaurants Platz machen mussten, zeigt sich Porto hier von seiner malerischsten Seite. Am ungewöhnlichsten wird möglicherweise ein Besuch in einem Café oder Souvenirladen sein, das sich innerhalb der Arkaden befindet. Auf den Arkaden (Rua de Cima do Muro) wiederum bietet sich erneut ein interessanter Blickwinkel auf die Uferpromenade.

Urlaubsliebhaber-Tipp: Wie in Lissabon gibt es auch in Porto Aussichtsaufzüge, die unterschiedlich hochgelegene Viertel miteinander verbinden. Der Elevador da Lada führt von den Kais hinauf zur Kathedrale und entsprechend auch wieder hinunter.

Igreja São Francisco

Etwas weiter westlich befindet ein sehr prunkvolles Gebäude, die Kirche São Francisco. Sie wird wegen ihrer imposanten Golddekoration im Inneren auch „goldene Kirche“ genannt. Einst im gotischen Stil errichtet, gehörte die Kirche zum inzwischen zerstörten Franziskanerkloster nebenan. Anstelle dessen steht nun der nicht weniger prächtige Palácio da Bolsa, der Börsenpalast aus dem Jahre 1844. Eine Besichtigung der Kirche lohnt sich auf jeden Fall, zumal man auch in die Katakomben herabsteigen kann.

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Wetter in Porto


Porto
Pt
0.92 m/s 60 %
Klarer Himmel
6.5°C
1.31 m/s 53 %
Klarer Himmel
13.1°C
1.36 m/s 47 %
Überwiegend bewölkt
14°C
2.07 m/s 52 %
Mäßiger Regen
5.7°C
11.35 m/s N/A
Klarer Himmel
6.5°C

Urlaubsliebhaber-Tipp: Vom Cais da Estiva zum Beispiel starten übrigens auch Bootsausflüge. Die kürzesten dauern gut 1 Stunde, die längsten ziehen sich gleich über ein ganzes Wochenende. Dabei passiert man alte Burgen oder die Anbaugebiete der Portweinreben – für Romantiker mit Sicherheit interessant!

Porto und der Portwein


Wenden wir uns nun dem weiter oben bereits erwähnten Portwein etwas näher zu. Entdeckt wurde der kräftige Rotwein im 17. Jahrhundert von den Briten, die aufgrund der politischen Situation keinen Wein aus Frankreich importieren konnten.

Der heutige Portwein konnte die Schiffsreise allerdings nur unter bestimmten Bedingungen überstehen. Voraussetzung dafür war der Zugabe von Branntwein: Dieser wurde während der Gärung des Portweins, wenn circa die Hälfte der Hefe den natürlichen Zucker in Alkohol umgewandelt hat, entsprechend zugesetzt. Dadurch erhöhte sich der Alkoholgehalt und auch der hohe Fruchtzuckergehalt konnte beibehalten werden.

Grundsätzlich kann zwischen Portweinen vom Typ ruby und tawny unterschieden werden. Ersterer lagert in großen Fässern etwa 2-3 Jahre (meist in Vila Nova de Gaia) und behält durch die geringe Oxidation sein fruchtiges Aroma sowie die kirsch- bzw. rubinrote Farbe.
Der tawny Wein ist mit bis zu 40 Jahren oft um einiges älter. Er hat mehr Kontakt zur Luft und bekommt infolgedessen eine bräunlichere Färbung. Als hochwertiger Portwein ist beispielsweise der Vintage zu nennen. Nur besonders herausragende Qualitätsjahrgänge werden mit dem Vintage-Siegel versehen.

Die Portweinkellereien können natürlich besucht werden. Am besten schaut man gleich bei einer an den Hängen des Douro vorbei. Dabei werden auch Führungen durch die Keller angeboten, bei denen man einen interessanten Einblick in die Welt des Portweins bekommt. Selbstverständlich sind Kostproben inklusive.
Nicht selten können die Kellereien gleich mit einem Restaurantbesuch kombiniert werden. Allerdings ist im Zuge dessen vieles auf Touristen ausgelegt – die Preise sind mitunter recht üppig. Empfehlen können wir auf jeden Fall das Casinha São João* und Adega São Nicolau* auf der nördlichen sowie das Ramos Pinto* und Cálem* auf der südlichen Seite des Flusses.

Eine womöglich etwas eigenartige kulinarische Spezialität der Einheimischen sind die Kutteln. Diese speziellen Innereien wohl eher etwas für „Abenteuerlustige“, meist werden die Tripas, wie sie auf Portugiesisch heißen, zusammen mit weißen Bohnen serviert. Wer lieber auf Nummer sicher gehen möchte, bestellt sich Bacalhau a Gomes de Sá, also Stockfisch mit Kartoffeln in Sahne. Als Süßigkeiten sind diverse Pão de Ló Rezepte beliebt, einem lockeren Biskuitteig.

Fahrt durch das Zentrum im Magic Train+ Weinverkostung *

Anreise nach Porto


Der schnellste und komfortabelste Weg, Porto zu erreichen, ist selbstverständlich mit dem Flugzeug. Von Frankfurt aus dauert es beispielsweise keine 3 Stunden bis man in der portugiesischen Stadt gelandet ist.

Portos Flughafen Francisco Sá Carneiro wird unter anderem von Fluggesellschaften wie Lufthansa oder Ryanair bedient und liegt etwa 11 Kilometer nordwestlich vom Zentrum entfernt. Mit der violetten Metrolinie E gelangt man entsprechend in die Innenstadt (1,40€), sie verkehrt zwischen 06:00 Uhr und 01:30 Uhr.

Wer es bevorzugt, mit dem eigenen Auto zu fahren, muss mit einer Fahrzeit von gut 24 Stunden rechnen. Die Strecke ist modern ausgebaut, allerdings sollte man die kostenpflichtigen Autobahnen in Frankreich und Spanien beachten. Demgegenüber kann man auf der Route natürlich auch Zwischenstopps bei interessanten Städten wie Paris, Bordeaux oder Madrid einlegen.

Falls man sich also dahingehend entscheidet, neben Porto noch weitere Städte zu besichtigen, ist eine Bahnfahrt definitiv die sinnvollste Variante – mit einem Interrail Pass ist dies alles kostengünstig möglich.

Wer einen mehrtätigen Porto Aufenthalt plant und bereits weiß, eine große Anzahl an Sehenswürdigkeiten besichtigen zu wollen, kann als weiteren Spartipp den Kauf der Porto Card in Betracht ziehen. Damit sind zahlreiche Attraktionen ermäßigt oder sogar kostenlos zugänglich. Kostenlos ist ebenfalls die Nutzung des Nahverkehrs. Im Vergleich zu vielen anderen europäischen Städten ist die Karte mit 8,50€ pro Tag ziemlich preiswert.

 

Urlaubsliebhaber-Fazit

 Porto ist ein wunderschönes Urlaubsziel im Nordwesten Portugals und versprüht seine ganz eigene charmante Atmosphäre. Mit seinen vielfältigen Sehenswürdigkeiten, kulinarischen Spezialitäten und der Lage am Wasser hat Porto einiges für Urlauber zu bieten!

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