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Neapel sehen und sterben“ ist ein berühmtes Sprichwort, welches eigentlich die unglaubliche Schönheit der Stadt beschreibt. Der ein oder andere wird dies womöglich anders sehen. Neapel ist laut, schmutzig, chaotisch, lebendig und faszinierend zugleich. Und wenn man einmal in Neapels Altstadt mit dem Auto unterwegs war, wird das eingangs erwähnte Sprichwort vielleicht etwas anders interpretieren. 😉

Ein Überblick über Neapel


Blick auf die Stadt mit dem Vesuv im Hintergrund

Die Hafenstadt am Golf von Neapel ist mit knapp 1 Million Einwohnern die drittgrößte Stadt Italiens. Bereits um 450 v. Chr. gegründet, war sie im Altertum eine wichtige Seestadt. Die ursprünglich griechische Kolonie Neapolis („Neue Stadt“) geriet nach der Römerzeit 568 n. Chr. in Abhängigkeit von Konstantinopel.
Der Gründung des Königreichs Italien 1861 gingen viele Jahrhunderte ausländischer Fremdherrschaft voraus. Zeitweise war Neapel eine der größten Städte Europas –  die Altstadt zeugt von großen Burgen, Palästen und anderen Sehenswürdigkeiten. Kein Wunder also, dass sie 1995 ins Weltkulturerbe aufgenommen wurde.

Auf der anderen Seite polarisiert kaum eine italienische Stadt so sehr wie die Metropole im Süden des Landes. So ist neben wunderbaren Promenaden und Bauwerken in Neapel auch eine große soziale Rückständigkeit an einigen Orten zu erkennen. Baufällige und somit eher unschöne Stadtviertel bilden demzufolge zumindest keine Ausnahme.

Für Touristen wird aber zum Großteil die Altstadt von Bedeutung sein. Empfehlenswert ist, dass man hier entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder am besten zu Fuß unterwegs ist, denn die Neapolitaner haben ihre eigenen Verkehrsregeln. Bei „Rot“ wird oft nur kurz geguckt und dann trotzdem weitergefahren und allgemein kann man sagen: Vorfahrt hat der, der später bremst!

In den engen Gassen und Straßen hängt die Wäsche auf Wäscheleinen von Hauswand zu Hauswand, Händler ringen um jeden Quadratmeter für ihren Stand, Kunsthandwerker begeistern mit ihren Figuren. Entzückend ist dabei ein Spaziergang durch die Krippenstraße – die handgefertigten Kunstschätze muss man gesehen haben!

Bei dem vielen Trubel in der Innenstadt sollte man zudem extrem auf der Hut vor Taschendieben sein. Neapel ist bekannt für seine Kriminalität, spärlich beleuchtete Gässchen sind daher besser zu meiden.
Wer vom quirligen Durcheinander in der Innenstadt eine Pause benötigt, kann zu dem nahgelegenen Vesuv aufsteigen oder die weltbekannten Ausgrabungen von Pompeji besichtigen. Langweilig wird einem am Golf von Neapel ganz sicher nicht!

Diejenigen, die sich schon darauf freuen, in Neapel etwas italienisch sprechen zu können, werden meist unverrichteter Dinge zurückkehren. Der neapolitanische Dialekt ist quasi eine eigene Sprache und fast nicht zu verstehen!


Sehenswürdigkeiten und Attraktionen in Neapel


Neapel Karte


Castel Nuovo


Eines der bekanntesten Bauwerke in Neapel ist das Castel Nuovo. Die imposante Burg, die auch Maschio Angioino genannt wird, steht am Hafen an der Piazza Municipio. Grund für den Baubeginn im Jahre 1279 war der Wunsch des Königs von Sizilien nach einer neuen Residenz, nachdem Neapel die Hauptstadt des gleichnamigen Königreichs wurde.
Der glorreiche Triumphbogen am Eingang stammt von 1443, als Alfons I. von Aragón in das Zentrum von Kampanien einzog. Innerhalb des Castellos befindet sich das Museo Civico, das Museum der Stadtgeschichte. Außerdem hat man von oben einen super Ausblick auf die Stadt und das Meer – es lohnt sich also, im Castel Nuovo vorbeizuschauen!

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Castel dell‘Ovo


Das malerisch gelegene Castel dell‘Ovo

Wunderschön auf einer kleinen Insel gelegen ist das Castel dell’Ovo. Die Festung ist die älteste erhaltene Stadtbefestigung Neapels, die erste Bauphase begann sogar noch im 1. Jahrhundert v. Chr. Auch von hier kann man eine tolle Aussicht auf den Golf von Neapel sowie den Vesuv genießen und das sogar kostenlos!
Unterhalb der Burg befindet sich ein kleiner Yachthafen, der von einigen Restaurants gesäumt wird. Gerade an Sommerabenden, wenn das Areal beleuchtet ist, sollte man die Insel einmal besucht haben. 🙂

Ausführliche Stadtführung*

Piazza del Plebiscito


Die mächtige Piazza Plebiscito

Im Herzen Neapels liegt die Piazza Plebiscito. Der rund 25.000 m² große Platz ist nicht nur einer der schönsten der Stadt, sondern zugleich der repräsentativste. Genutzt wird er für Messen, Kundgebungen, Konzerte, Feste oder zum Feiern von Erfolgen des SSC Neapel. Zudem ist die Piazza Zentrum von vielen Sehenswürdigkeiten in der Umgebung. So liegt auf einer Seite der Palazzo Reale. In den Räumen des Königspalastes residierten bis 1861 die Könige von Neapel. Heute birgt dieser die neapolitanische Nationalbibliothek und ein Museum, in dem man die überaus prachtvollen, königlichen Säle besichtigen kann.

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An den Palast angebaut ist zusätzlich das Opernhaus San Carlo. Immer noch zählt es zu einer der bedeutendsten Opern in Europa, unter anderem durfte das Teatro schon Uraufführungen von Komponisten wie Rossini erleben. Die gute Akustik und prunkvolle Ausstattung im Inneren sind auf jeden Fall einen Eintritt wert!

Unschwer zu übersehen, befindet sich gegenüber des Palazzo Reales die Kirche San Francesca di Paola. Ebenfalls unschwer zu erkennen ist, dass der Bau aus dem 19. Jahrhundert stark an das Pantheon in Rom erinnert. Dafür sorgen nicht zuletzt die Kuppel und die sechs Säulen, die den Vorbau tragen. Auch im Inneren ist die Kirche mit 34 korinthischen Säulen, mehreren Skulpturen, Verzierungen und einem mit Edelsteinen geschmückten Altar sehr glanzvoll!
Weitere sehenswerte Kirchen in der Hafenstadt sind zum Beispiel die Kathedrale von Neapel oder die Chiesa del Gesù Nuovo. Daneben ist noch die Basilika Santa Chiara zu nennen, Grablege der Könige von Neapel.

Führung durch die Kirchen*

Kaum vorzustellen ist, dass die Piazza del Plebiscito noch bis in die 90-er Jahre hinein zu großen Teilen als Parkplatz genutzt wurde!

Museen in Neapel


Neapel bietet für Kunstliebhaber eine Fülle von spannenden Museen. Eines davon ist das Archäologische Nationalmuseum, das über bestens erhaltene Exponate aus vorchristlichen Jahrhunderten oder bemerkenswerte  Skulpturen, Mosaiken oder Silberarbeiten verfügt. Besonders interessant sind zudem Funde aus Pompeji und Herculaneum.

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Das Capodimonte diente früher als Sommerresidenz der Bourbonen. Das Museum bietet sich perfekt als kleine Erholung von der hektischen Stadt an. Ausgestellt ist neben Gemälden von Künstlern wie Botticelli unter anderem die königliche Porzellansammlung.

Führung Capodimonte*

Wunderschön ist außerdem der das Museum umschließende Park.

Auf dem Hügel Vomero nordwestlich von der Piazza Plebiscito befindet sich der Klosterkomplex Certosa di San Martino. Die zahlreichen Ausstellungsstücke aus der Geschichte Neapels lassen sich gut mit dem daneben liegenden Castel Sant’Elmo verbinden. Von dieser Festung hat man einen brillanten (vielleicht den besten) Blick über Neapel, das Meer und auf den Vesuv!

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Das unterirdische Neapel


Eines  der faszinierendsten Erlebnisse in Neapel ist ein Ausflug in die mysteriöse Unterwelt sotterranea. Unglaubliche 80 Kilometer umfasst das Nett aus Höhlen, Tunneln und Zisternen. In 40 Metern Tiefe kann man sich dabei auf eine jahrtausendealte Reise durch die Geschichte der Stadt begeben.
So wurde bereits vor rund 5000 Jahren aus dem Untergrund Tuffstein abgebaut, später dienten die römischen Aquädukte nach Ausbau von zahlreichen Kanälen zur Wasserverteilung innerhalb Napolis. Das Zisternensystem wurde immer weiter ausgebaut, was der Bevölkerung im 2. Weltkrieg zugute kam. In den Kriegsjahren nutzte man die Höhlen nämlich als Luftschutzbunker. Es existieren mehrere Eingänge in die neapolitanischen Katakomben, einer davon befindet sich an der Piazza San Gaetano 68.

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Das Umland Napolis


Es gibt kaum eine Stadt, in deren Umgebung es so viele interessante Ausflugsziele gibt, wie Neapel. Jeder kennt wohl den Vesuv, der einige Kilometer östlich emporragt. Die Besichtigung des einzigen aktiven Vulkans auf europäischem Festland gehört quasi zum Pflichtprogramm bei einer Reise in die Gegend.
Bei gutem Wetter ist die Sicht vom Krater auf den Golf von Neapel einfach fantastisch und auch der Kreater selbst ist sehr beeindruckend. Wichtig ist das Mitbringen von festem Schuhwerk und lieber einer Jacke mehr als weniger.

Die Ausgrabungsstätte in Pompeji

79 n. Chr. wurde beim Ausbruch des Vesuvs das antike Pompeji von der Asche begraben, nach archäologischen Ausgrabungen aber wieder ans Tageslicht gebracht. Zu Recht ist die Ausgrabungsstätte eine der beliebtesten Attraktionen Italiens: Nicht oft hat man die Möglichkeit, sich zeitlich 2000 Jahre zurückzuversetzen und durch antike, römische Straßen zu spazieren.

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Auch die Ausgrabungen in Herculaneum sind unheimlich interessant!

Regelmäßig fahren Fähren zu den drei Inseln vor Neapel, Capri, Ischia und Procida. Am exquisitesten ist ohne Frage Capri. Der Hafen Marina Grande ist wunderschön und die Höhlen am Meer darf man sich nicht entgehen lassen, insbesondere die Grotta Azzurra! Aber auch die anderen beiden Inseln sind mit atemberaubender Natur und Sandstränden einen Aufenthalt wert!

Und wer gerade richtig schön in Urlaubsstimmung ist, kommt an der herrlichen Amalfiküste ebenfalls nicht vorbei. 🙂

 

Tagestour Amalfiküste*

Wetter in Neapel


Napoli
It
1.8 m/s 100 %
Leichter Regen
8.7°C
3.26 m/s 100 %
Mäßiger Regen
7.3°C
3.01 m/s 100 %
Schnee
2.9°C
1.57 m/s 100 %
Mäßiger Schnee
2.6°C
4.37 m/s N/A
Schnee
3.1°C

Einkaufen und Kulinarik in Neapel


Der normale Tourist wird in Neapel möglicherweise zunächst einige Probleme mit der neapolitanischen Art haben – das Finden von Einkaufsmöglichkeiten gehört aber definitiv nicht dazu.
Das Sortiment auf den klassischen Märkten reicht von Kleidung über Obst, Gemüse oder Fisch bis hin zu Keramik und anderem Kunsthandwerk. Hier gibt es im Prinzip alles, was man braucht. Empfehlenswert ist zum Beispiel der Mercato di Posillipo, im gleichnamigen, wohlhabenden Stadtteil Posillipo.

Falls man es vielen Neapolitanern mit ihrem edlen Kleidungsstil gleichtun möchte, bieten sich mehrere Einkaufsstraßen dafür an. Mit am bekanntesten ist die Via Toledo*, an deren südlichen Ende die Piazza del Plebiscito liegt. Zahllose Geschäfte aller Art reihen sich in der Fußgängerzone aneinander; Shopping im Rinascente, einem großen Kaufhaus, ist ebenso möglich. Am Ende der Straße gelangt man zur architektonisch herausragenden Galleria Umberto I. Gut einkaufen lässt es sich zusätzlich in der Via Scarlatti, wo beispielsweise Nike oder Zara vertreten sind.

Ausgesprochen teuer wird es hingegen auf der Via Chiaia*, die von vielen hochwertigen Markenboutiquen geziert wird. Dasselbe gilt für die etwas weiter westlich verlaufende Via dei Mille.

Die klassische, neapolitanische Pizza Margherita

Man kann wohl ohne Bedenken sagen, dass nirgendwo anders die Pizza so gut schmeckt, wie in Neapel. Schließlich hat sie hier ihren Geburtsort! Ihr zu Ehren gibt es seit 2012 sogar ein eigenes Fest.
Ganz oben auf der Speisekarte steht fast immer die Pizza Margherita. Bestehend aus Tomaten, Mozzarella und Basilikum, also getreu den italienischen Nationalfarben, ist sie der Klassiker schlechthin und muss bei einem Besuch einfach probiert werden!

Da die neapolitanischen Pizzen in der ganzen Welt bekannt sind und vor den Pizzerien entsprechend viel Andrang herrscht, ist es ratsam, sich einen Tisch im Voraus zu reservieren. Zu empfehlen sind etwa die Pizzeria di Matteo* oder die L’Antica Pizzeria da Michele*.

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Anreise nach Neapel


Eine Anreise per Auto ist, wie bereits erklärt, nicht gerade zu empfehlen. Die Fahrt nach Süditalien dauert sehr lange, dazu kommen Mautgebühren und – was wohl am schlimmsten ist – das Chaos auf Neapels Straßen. Außerdem darf das Risiko eines Autodiebstahls nicht unterschätzt werden, weshalb man, wenn überhaupt, in einer bewachten Tiefgarage parken sollte.

Sehr anstrengend ist ebenfalls eine Fahrt mit dem Fernbus*, jedoch ist es preislich etwas günstiger.

Bei blablacar.de* sollten sich auf jeden Fall Fahrten in ähnlichen Preiskategorien finden lassen.

Bei einem Mal Umsteigen gibt es Bahnverbindungen* mit circa 10 Stunden Fahrzeit in die kampanische Hauptstadt.

Am besten gestaltet sich eine Anreise per Flug*, Neapels Flughafen besitzt Direktverbindungen zu mehreren deutschen Städten. Vom Flughafen im Nordosten aus fahren regelmäßig Busse in die Stadt hinein.

Wer bei Neapels schönen Museen ein wenig sparen oder kostenlos öffentliche Verkehrsmittel nutzen möchte, für den ist möglicherweise der Neapel City Pass* eine passende Option.

 

Urlaubsliebhaber-Fazit

Neapel ist wahrscheinlich mit keiner anderen europäischen Stadt vergleichbar bei all dem Chaos und den Eigenheiten, die man hier vorfindet. Nichtsdestotrotz kann das lebensfrohe Napoli gerade an schönen Sommertagen mit seiner historischen Altstadt absolut zauberhaft sein – die Lage am Meer und im Schatten des Vesuvs sorgt zusätzlich für eine besondere Atmosphäre.

 

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