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In jeder Stadt gibt es Sehenswürdigkeiten, die man als Tourist einfach besichtigen muss – Der Dogenpalast in Venedig gehört hier ganz klar dazu. Gelegen auf der legendären Piazza San Marco, strömen jährlich Hunderttausende Besucher in den Palazzo und bestaunen die faszinierende Kunst, die sich innerhalb des Komplexes verbirgt!

Überblick über den Dogenpalast in Venedig

Der Dogenpalast ist eines der bekanntesten Bauwerke der Stadt Venedig, wenn nicht sogar das bekannteste. Ein erster Bau wurde bereits im 9. Jahrhundert errichtet. Anschließend wurde der Palast im 12., im 14. und im 15. Jahrhundert erweitert. Weiterhin stellt der südliche Flügel des Dogenpalastes den ältesten Baukörper dar. Dieser Teil des Gebäudes wurde um 1340 als Regierungssitz gebaut.

Auch der Balkon ist beeindruckend. Dieser wurde von Pier Paolo dalle Masegne gebaut. Über 800 Jahre lang war der Palast Sitz des Dogen und der Regierung der Venezianischen Republik. Aus diesem Grund ist der Palast geprägt von 11 Jahrhunderten venezianischer Stadtkultur und einer militärischen, politischen und wirtschaftlichen Geschichte. Den Eingang für die Besucher findet man am Weizenportal (Porta del Frumento).

Für die ganz Eiligen hier schon einmal die Tickets für den Dogenpalast. Mit diesen müsst ihr keine langen Warteschlangen in Kauf nehmen.

Dogenpalast: Ticket mit Vorzugseinlass*

Dogenpalast: Ticket ohne Anstehen & Führung*

Fassade des Dogenpalastes

Öffnungszeiten und Eintritt in den Dogenpalast

Der Dogenpalast ist sehr groß, weshalb man den Besuch sorgfältig planen sollte. Besonders wenn man mit der Familie nach Venedig kommt, gibt es neben dem Dogenpalast noch viele weitere Sehenswürdigkeiten, die man nicht verpassen sollte. Nun sollte man sich natürlich nicht dazu zwingen den ganzen Tag in diesem Gebäude zu verbringen.

Allerdings haben viele Besucher es immer so gemacht, dass sie sich dieses Gebäude früh morgens angeschaut haben. In der Regel wird man zur Mitte des Tages mit der Besichtigung fertig sein. Anschließend kann man sich überlegen, ob man zurück ins Hotel geht oder sich die wunderschöne Stadt Venedig einfach weiter anschaut. Schließlich gibt es in Venedig genug zu sehen.

Die Öffnungszeiten sind beim Dogenpalast wie folgt:

  • April bis 31. Oktober: 08:30 – 19:00 Uhr
  • November – 31. März: 08:30 – 17:30 Uhr

Weiterhin muss man beachten, dass der Dogenpalast am 25. Dezember und am 1. Januar geschlossen ist. Außerhalb dieser Tage ist der Palazzo immer offen, so dass man während eines Besuchs keine Einschränkungen hat.

Gut zu wissen ist, dass es im Erdgeschoss ein Bistro gibt. Hier kann man sich mit Getränken, kleinen Mahlzeiten und Snacks erfrischen. Man findet hier auch Toiletten. Bevor man in den Dogenpalast hineingeht, muss man Rucksack und Tasche an einer Garderobe abgeben.

Empfehlenswert ist es an dieser Stelle, eigene Getränke wie Wasser mitzunehmen. Die Preise für Wasserflaschen und weitere Getränke sind im Dogenpalast in der Regel ziemlich hoch.

Schließlich lohnt es sich immer, Tickets im Vorfeld zu kaufen. Auf diese Weise könnt ihr die gewaltigen Schlangen vor der Kasse vermeiden. Sollte man im Besitz eines Tickets sein, so muss man dies einfach dem Personal mitteilen und man gelangt deutlich schneller in den Dogenpalast herein.

Dogenpalast: Ticket mit Vorzugseinlass*

Dogenpalast: Ticket ohne Anstehen & Führung*

Dogenpalast und Markus vom Wasser aus

Tickets und Eintrittspreise

Sehr zu empfehlen ist der Museums Pass. Es handelt sich um ein kumulatives Ticket – das heißt, dass man sich damit die gesamten Sammlungen der Museen Civici von Venedig anschauen kann.

Folgende Museen sind derzeit (unter anderem) enthalten:
Dogenpalast als kombinierte Route mit dem Museo Correr, Museo Archeologico Nazionale, Monumentale Zimmer der Biblioteca Nazionale Marciana und viele mehr.

Dieses Ticket ist gerade deshalb so interessant, weil man sich die Einzelpreise für die Museen ersparen kann!Man erhält Eintritt zu allen 11 Museen in der Stadt Venedig. Das Ticket ist für sechs Monate lang gültig.

Venedig: Museumspass & Ticket für den Dogenpalast*

Darüber hinaus gibt es noch ein Ticket mit Eintritt zum Dogenpalast, Museo Correr, Museo Archeologico Nazionale und zum Biblioteca Nazionale Marciana. Dieses Ticket ist also für vier Museen vorgesehen und kostet 20 Euro. Die ermäßigte Version kostet nur 13 Euro. Diese Eintrittskarte ist insgesamt 3 Monate lang gültig.

Urlaubsliebhaber Tipp: Gerade für den Dogenpalast und den Markusdom gibt es zahlreiche (Kombi-)Tickets in verschiedenen Variationen. Was wir auf jeden Fall empfehlen können, ist ein Kombiticket für beide Sehenswürdigkeiten, bei dem eine Führung enthalten ist. So erhält man für die beiden bekanntesten Sehenswürdigkeiten Venedigs direkt die interessanten Einblicke und Infos!
Wer keine Führung buchen möchte, kann sich natürlich auch einen Audio-Guide vor Ort ausleihen für 5€.

Dogenpalast & Markusdom: Führung und Tickets*

Der Dogenpalast von innen


Bevor man in das eigentliche Innere des Dogenpalastes kommt, erreicht man zunächst einmal den Innenhof. Dieser war früher übrigens für die Stadtbewohner nicht zugänglich.

Hier lohnt es sich bereits, ein paar Minuten zu verweilen und die bekannte Treppe Scala die Giganti oder den Brunnen Arco Foscari anzusehen.

Der Innenhof des Palazzo Ducale

Der Innenhof des Palazzo Ducale

An der Westfront des Dogenpalastes findet man die Porta della Carta, welches das Eingangsportal zum riesigen Gebäudekomplex darstellt. Der Name des Eingangs kommt aus dem 15. Jahrhundert. Was das Tor angeht, so ist dieses viel älter und besitzt daher unterschiedliche Bezeichnungen wie Porta Aurea, Porta del Palazzo oder Porta Grande.

Betritt man dann das erste Mal den Innenbereich, so spürt man sofort das große Bemühen um künstlerische Ausgestaltung. Ein Blick auf den oberen Teil der Wände verrät, dass insbesondere die Decken mit hohem Prunk versehen sind. Weiterhin spürt man, dass die Bildhauer sehr viel Wert auf die ornamentale Gestaltung der Rahmen unter der Decke gelegt haben. In die Rahmen hatte man oft Bilder der führenden Künstler Venedigs hineingesetzt.

Der Rundgang führt durch zahllose interessante Räume und Säle, wie zum Beispiel den Wohn- und Arbeitsbereich des Dogen und natürlich die Versammlungsräume für die damalige Regierung.

Einer der absoluten Highlights hierbei ist zweifellos der Große Saal Sala del Maggior Consiglio, der Sitz des Großen Rates. Dieser ist ganze 54 Meter lang und stellt damit einen den größten Saal des Dogenpalastes dar. Gleichzeitig ist es der größte Saal Europas, der ganz ohne Stützpfeiler auskommt! Die Fenster des Saales gehen zum Innenhof und zur Lagune hinaus. Hier hatten sich in der Vergangenheit in etwa 1000 Adlige versammelt, die das Recht hatten, den Dogen zu wählen.

Das Paradies im Großen Saal im Dogenpalast von Venedig

“Das Paradies”, Quelle: Wikipedia Commons, Autor: Christian Rosenbaum

Die hintere Wand ist vom Bild „Das Paradies“ gefüllt, bei dem man sich ruhig Zeit nehmen sollte, es in aller Ruhe zu betrachten. Es wurde gemalt, nachdem im Jahr 1577 ein Brand die früheren Bilder von Bellini und Tizian zerstört hatte. Das Gemälde wurde von Paolo Veronese begonnen und nach dessen Tod innerhalb von vier Jahren von Tintoretto fertiggestellt. Zum Zeitpunkt der Fertigstellung war es das größte der Welt. Bis heute noch gilt das Gemälde als das zweitgrößte Ölgemälde der Welt!

Der Rundgang durch den Palazzo Ducale führt an zahlreichen weiteren spannenden Orten vorbei. Dazu zählen die sehr interessante Waffenkammer, die Gefängnisse und natürlich die weltbekannte Seufzerbrücke, die seit jeher ein wunderschönes Fotomotiv ist.
Die Funktion der Brücke war hingegen eher weniger schön – Früher wurden die Gefangenen nach ihrer Verurteilung vom Dogenpalast über die Seufzerbrücke in die Gefängnisse inhaftiert und manchmal sogar schlimmeres.

Seufzerbrücke in Venedig am Dogenpalast

Lage und Anfahrt zum Dogenpalast

Wie schon erwähnt liegt das Bauwerk direkt am Markusplatz im Süden Venedigs und gewährt damit einen fabelhaften Blick auf das Meer. Andersherum betrachtet können die schönsten Fotos vom Dogenpalast entsprechend vom Wasser aus gemacht werden.

Wer am Bahnhof in Venedig ankommt und direkt den Dogenpalast besichtigen möchte, benötigt mit den Vaporetti in etwa zwischen 30 und 45 Minuten, um ans Ziel zu gelangen. Die Piazza San Marco zu erreichen ist ein relativ leichtes Unterfangen, da es schließlich die Hauptattraktion Venedigs ist und somit viele Linien hier anlegen.

Dogenpalast: Ticket mit Vorzugseinlass*

Dogenpalast: Ticket ohne Anstehen & Führung*

In Frage kommen beispielsweise die Linie 1, die recht gemächlich den Canal Grande entlangschippert, so dass man genügend Zeit hat, den Blick auf die herrlichen Palazzi am Ufer zu genießen. Mit der Linie 2 erreicht man San Marco in etwas kürzerer Zeit. Tickets für die Wasserbusse legt man sich am besten auch gleich online zu.

Canal Grande in Venedig

Eine Fahrt auf dem Canal Grande lohnt sich immer!

Geschichte des Palazzo Ducale

Der Doge hatte testamentarisch festgelegt, dass seine Frau Felizitas eine Kirche für die Gebeine des heiligen Markus neben dem Dogenhaus errichten sollte. Die Bauarbeiten wurden unter dem Bruder und Nachfolger Giustiniano Particiaco begonnen und im Jahr 836 abgeschlossen. Seit diesem Zeitpunkt galt der Platz als ein politisch-religiöses Zentrum der Lagune.

Historische Dokumente oder Abbildungen, wie die ersten Bauten ausgesehen haben, bestehen leider nicht. Bei Ausgrabungen im 19. Jahrhundert hat man zumindest mittelalterliche Fundamente und Mauerstücke finden können, die auf das Dogenkastell aus dem 9. Jahrhundert schließen lassen.

Im Jahr 976 kam es zu einem Aufstand gegen den Dogen Pietro IV. Candiano, bei dem die Burg und der Vorgängerbau leider einem Brand zum Opfer fielen.

Anschließend wurde ein erster Dogenpalast unter der Regierung des Dogen Sebastiano Ziani errichtet. Auch damals gab es auf der Südseite schon einen Versammlungssaal, in dem der Große Rat tagte, welcher dem einen oder anderen sicher bekannt ist.

Dogenpalast und Campanile

Ab dem Jahr 1340 begann die vollständige Umstrukturierung des Palastes. Die Entscheidung wurde unter anderem aufgrund der zu groß werdenden Mitgliederzahl im Großen Rat getroffen, weshalb der Saal erweitert werden musste.
Das Bauprojekt überwachte der Doge Bartolomeo Gradenigo. Die gotische Gestalt aus dieser Zeit besitzt der Palast heute noch immer.

Der Bau wurde mit dem Südflügel (Meerseite) am Bacino begonnen. Der Entwurf für den Neubau, dessen Architekt man bis heute nicht ausmachen kann, wurde im Jahr 1343 fertiggestellt. Der Umbau zog sich wegen des Ausbruchs der Pest allerdings noch bis zum Jahr 1365 hin.

Im Jahr 1404 war die Seite zum Bacino abgeschlossen. Es folgen weitere Umbauten. Im Jahr 1424 wurde die Fassade neu errichtet.

1483 fiel der Dogenpalast erneut einem großen Brand zum Opfer. Ähnliches passierte in den Jahren 1547 und 1577. Der Palazzo Ducale wurde dabei jedes Mal nach den alten Plänen wiederaufgebaut – vor allem die Fassade blieb nahezu identisch. Allerdings wurde der Innenbereich neugestaltet und der jeweiligen Zeit angepasst.

Fazit zum Dogenpalast

Der Dogenpalast ist ein wunderschönes Gebäude, welches man bei einem Besuch in Venedig auf gar keinen Fall verpassen sollte. Am besten ist es, wenn man sich frühmorgens zum Palast begibt. Zu dieser Zeit ist der Palast noch leer und man hat die besten Möglichkeiten, das gesamte Gebäude zu bewundern.
Nach dem Besuch kann man sich im Bistro ein bisschen erfrischen und stärken, bevor man sich weitere interessante Museen und Sehenswürdigkeiten in Venedig anschaut. Für diesen Zweck eignet sich am besten der Museums Pass.

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