Russland hat mich zu dem gemacht, was ich bin, von dort ging ich innerlich aus, alle Heimat meines Instinkts, all mein innerer Ursprung ist dort!

Rainer Maria Rilke

 

Seit jeher ist Moskau das Herz Russlands. Die Hauptstadt der Russischen Föderation bildet nicht nur das wirtschaftliche, politische und kulturelle Zentrum des Landes, sondern ist darüber hinaus die größte Stadt Europas. Ein Ende des Wachstums ist nicht in Sicht – seit 2012 expandiert die Metropole Richtung Südwesten, dafür wird gebaut, geputzt und modernisiert. Moskau soll in den kommenden Jahren also noch attraktiver und für Touristen ein beliebtes Urlaubsziel werden!

 

Moskau – eine Stadt der Superlative


Zuckerbäckerbauten und Adelspaläste, Stuckfassaden und Zwiebeltürme, riesige gläserne Hochhäuser und prachtvolle Hotelfassaden. Moskau ist all dies und noch viel mehr.

Es muss schon damals ein überwältigender Anblick für den französischen Kaiser Napoleon gewesen sein, als er 1812 vor den Toren Moskaus stand und die Silhouette vor ihm in den Himmel ragte. Nur wenigen Herrschern vor ihm gelang es, die Stadt zu erobern und auch Napoleon musste nach dem Brand von Moskau letztendlich unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Moskau musste in seiner Geschichte mehrmals aufgebaut werden, ist gleichzeitig jedoch auch immer weiter gewachsen. Interessant auf dem Stadtplan sind die Ringe, die die sukzessive Ausdehnung verdeutlichen. Zar Alexander I befahl nach dem Brand den Wiederaufbau 1813, unter anderem mit der Konsequenz, dass die meisten Paläste im Zentrum folglich erst später entstanden sind.

Zur Jahrhundertwende wurde dann ebenso in Russland viel im Jugendstil errichtet, bis unter Stalin eine radikale Umgestaltung erfolgte. Im Sozialistischen Klassizismus (Stalinbarock) wurden beispielsweise die Sieben Schwestern/Stalin-Hochhäuser erbaut, die maßgeblich das Stadtbild prägen.

Nach einigen etwas verwahrlosten Jahrzehnten setzt Moskau momentan wieder neue Maßstäbe. Kaum eine europäische Metropole wächst so schnell wie der Sitz des Kremls.

Wer also denkt, im „fernen Osten“ gebe es weniger Zivilisation als hier bei uns, irrt gewaltig. Moskau ist eine Stadt, die niemals schläft – selbst nachts wälzt sich fortwährend dichter Verkehr durch die Straßen.

Moskau City

In der Tat fahren wohl nirgendwo auf der Welt so viele Luxuskarossen wie in Moskau. Zudem entsteht mittlerweile beinahe ein Wolkenkratzer nach dem anderen, das Geschäftsviertel Moscow City steht sinnbildlich für das Aufstreben der russischen Hauptstadt und ist eine Sehenswürdigkeit für sich. Äußerst markant ist der 2017 eröffnete Föderationsturm.
Es werden hier aber nicht nur atemberaubende Gebäude errichtet: Neben der Erneuerung von Flaniermeilen wurden großflächige Stadtgebiete wie der Gorki-Park zu modernen Freizeitattraktionen umgestaltet.
Einen Besuch in Moskau sollte man sich also nicht entgehen lassen!

Sehenswürdigkeiten in Moskau


Moskau Karte


Der Kreml


Wie in den meisten Metropolen beherbergt das Zentrum Moskaus die meisten Highlights. Hier sollte man daher eine Besichtigung am besten beginnen. Passende Metrostationen zum Aussteigen wären zum Beispiel die Ochotnyj Rjad, Aleksandrowski Sad sowie die Station Teatralnaja. Wer aus Richtung Süden kommt, sollte es nicht verpassen, am südlichen Moskwa-Ufer (Große Steinerne Brücke) ein Foto vom Kreml zu machen!

Der Kreml hinter seiner imposanten Mauer

Im Kreml befindet sich der Mittelpunkt der russischen Staatsmacht. Der Sitz des Präsidenten von Russland ist zugleich der älteste Teil Moskaus und stammt ursprünglich aus dem Mittelalter. Unter anderem diente er bereits den Moskauer Großfürsten, den russischen Zaren und natürlich der Regierung der Sowjets.

Hinter der mächtigen Kremlmauer verbirgt sich aber bei weitem nicht nur eine scheinbar unantastbare Obrigkeit, vielmehr ist der Kreml für Touristen ein erstklassiger architektonischer Kultur- und Museumskomplex und eine der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Moskaus.

In das Innere gelangt man an der Westseite, indem man den Kutafja-Turm sowie die Dreifaltigkeitsbrücke und den gleichnamigen Turm passiert. Dieser ist mit 80 Metern (einschließlich Stern) sogar der höchste der insgesamt 20 Kremltürme. Die Brücke überspannt übrigens den anliegenden Alexandergarten, der über eine Freitreppe erreichbar ist. Eine Sehenswürdigkeit in der idyllischen Parkanlage ist das Grabmal des unbekannten Soldaten.

Wenn man sich nun der Kontrolle am Eingang erfolgreich unterzogen hat, steht man praktisch vor der Qual der Wahl. Schließlich gibt es hier schon fast zu viel Sehenswertes, wenn auch natürlich nicht alles komplett zugänglich ist. Dies trifft zum Beispiel in der Regel auf den imposanten Großen Kremlpalast zu. Allerdings kann die in den Palast integrierte Rüstkammer mit wertvollen Schätzen aus der Zeit der Zaren besichtigt werden.

Die Mariä-Verkündigungs-Kathedrale mit ihren 9 goldenen Kuppeln

Das höchste Gebäude im Kreml ist der 1505 erbaute Glockenturm Iwann der Große. Innerhalb der 2235 Meter langen, roten Backsteinmauer steht er am eindrucksvollen Kathedralenplatz in unmittelbarer Nähe zu mehreren anderen Kirchen, darunter die wunderschöne Mariä-Verkündigungs-Kathedrale.

Der Eintritt für einen Erwachsenen ist ab ungefähr 500 Rubel möglich, darin enthalten ist beispielsweise das genannte prächtige Ensemble des Kathedralenplatzes. Zu beachten ist, dass es für einige Sehenswürdigkeiten des Kremls wie die Rüstkammer zusätzliche Tickets gibt.

Um bei einem Kreml-Besuch das meiste mitzunehmen, ist allerdings ohnehin eine Führung (ggf. auch eine private) am meisten zu empfehlen. So verpasst man definitiv kein Highlight und erfährt zusätzlich sehr viele wissenswerte Dinge über Kreml, Moskau, Russland etc. Die Führungen sind idealerweise auch auf Deutsch zu buchen. Geöffnet hat das russische Machtzentrum täglich mit Ausnahme vom Donnerstag.

Moskau Stadtführung - Highlights der Stadt*

Roter Platz


Zentraler Platz in Moskau ist der berühmte Rote Platz. Er misst ganze 500 Meter in der Länge und präsentiert ebenfalls eine Fülle an Sehenswürdigkeiten.

Der Rote Platz: Links das Kaufhaus GUM, in der Mitte die Basilius-Kathedrale und rechts die Kremlmauern sowie das Lenin Mausoleum

Betritt man den Platz aus Richtung Norden, durchläuft man in der Regel das Auferstehungstor. Dieses wurde 1680 errichtet, bevor Stalin es Anfang der 30-er Jahre abreißen ließ, da es bei Militärparaden störte. 1995 baute man das Tor wieder auf, sodass es sich nun zwischen dem roten Backsteingebäude der früheren Stadtduma und dem Historischen Museum befindet.

Letzteres ist der Anlaufpunkt, um mehr über die russische Geschichte zu erfahren. Schon alleine architektonisch ist das Museum ein echter Hingucker, während das Innere zahlreiche umfangreiche Ausstellungen bietet. Der Gesamtbestand umfasst über 4 Millionen Exponate, sodass man hier gut und gerne einen halben Tag verbringen kann.

Nicht weit davon entfernt steht die Kasaner Kathedrale, die man bei all den Highlights am Roten Platz glatt übersehen könnte. Sie wurde anlässlich der Vertreibung polnischer Invasoren erbaut (mittlerweile wiedererrichtet) und verdient trotz ihrer geringen Größe definitiv  gebührende Aufmerksamkeit.

Das Innere des riesigen Einkaufszentrums

Zumindest sehenswert ist daneben das riesige und prunkvolle Kaufhaus GUM. Sehenswert aus dem Grund, weil es für die meisten eher weniger zum Shoppen geeignet ist angesichts der exorbitanten Preise.
Es lohnt sich dennoch, einmal durch die edlen Geschäfte zu schlendern oder auf einen Kaffee vorbeizukommen und dabei dem Treiben der Moskauer Bürger zuzusehen.
Außerdem verfügt das GUM über eine beeindruckende Glasdach-Konstruktion. Wer das nötige Kleingeld besitzt, wird hier auf jeden Fall ein ganz besonderes Einkaufserlebnis haben!

Flüge nach Moskau

Für den einen oder anderen mag an der westlichen Längsseite des Roten Platzes direkt an der Kremlmauer das Lenin-Mausoleum interessant sein, in dem es den einbalsamierten Körper des Sowjetunion-Gründers zu sehen gibt. Fotografieren ist hier allerdings nicht erlaubt.

Die Basilius-Kathedrale ist mindestens eines der schönsten Bauwerke Moskaus

Die Hauptattraktion am Roten Platz und berühmteste Sehenswürdigkeit in Moskau wird für viele die einzigartige Basilius-Kathedrale sein. Sie wurde Mitte des 16. Jahrhunderts errichtet und gehört bei einer Moskau-Reise genauso dazu wie der Eiffelturm in Paris oder das Kolosseum in Rom. Man sollte sich wirklich Zeit nehmen, um das Wahrzeichen in seiner Gesamtheit in Ruhe zu betrachten.

Die Kathedrale besteht aus neun Kirchen, die alle individuell dekoriert sind und mit ihren bunten Zwiebeltürmen hervorstechen. Einen Eintritt in die Innenräume mit ihren alten Fresken und Verzierungen sollte man daher nicht auslassen. Geöffnet ist die Basilius-Kathedrale täglich außer dienstags.

Empfehlenswert ist es im Übrigen, den Roten Platz abends zu besuchen, wenn er prachtvoll beleuchtet ist!

Moskau Hop-on/Hop-off City Tour*

Wetter in Moskau


Moskau
1.26 m/s 88 %
Klarer Himmel
13°C
5.17 m/s 51 %
Leichter Regen
25.6°C
4.11 m/s 51 %
Mäßiger Regen
22.3°C
1.86 m/s 76 %
Überwiegend bewölkt
13.6°C
6.94 m/s N/A
Leichter Regen
14.2°C

Moskau – Freizeit und Erholung


Moskau besitzt ein sehr breites Angebot an Naherholungsgebieten. Mit als erstes zu nennen sind dabei die Sperlingsberge, eine circa 70 Meter hohe natürliche Erhebung in einer großflächigen Parkanlage südwestlich vom Kreml.

Sie gehören sowohl für Einheimische als auch für Touristen zu den beliebtesten Ausflugszielen, da sie zum Beispiel mit der oberen Aussichtsplattform einen herrlichen Panoramablick auf Moskau ermöglichen. Im Winter ziehen die Berge zudem zahlreiche Wintersportfans an.
Das berühmteste Bauwerk in diesem Gebiet ist die Lomonossow-Universität, die zu einer der Sieben Schwestern im Zuckerbäckerstil gehört. Bemerkenswert ist ebenso die Worobjowy Gori, die wohl höchste Metrostation der Welt.

Eine wunderbare Aussicht über ganz Moskau.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Datei:Pano-moscow-sparrowhills.jpg / A.Savin

Empfehlenswert ist es nun, an der Flusspromenade entlang zu spazieren, bis man weiter nördlich den Gorki Park erreicht. Wer weit vor 2011 schon mal hier war, wird die Anlage kaum noch wiedererkennen, da von damals nur wenig übriggeblieben ist. Auf mehr als 100 ha Fläche finden sich nun jede Menge Möglichkeiten zur Erholung, zum Sporttreiben oder zum Essen gehen. Auf den kleinen Seen kann man zur warmen Jahreszeit Boot fahren, während sie im Winter als Eisbahn dienen. Haltestelle am Gorki Park ist die Station Park Kultury, der Eintritt ist kostenlos.

Die Auswahl an reizenden Parkanlagen in Moskau ist damit aber noch lange nicht vollständig. Im nordöstlichen Teil der Innenstadt befindet sich der Sokolniki Park. Er wurde wie der Gorki Park in den vergangenen Jahren umfassend modernisiert und bietet das ganze Jahr über verschiedene Attraktionen. Es gibt überall Cafés und Imbissstände, die man nach einem ausgiebigen Spaziergang aufsuchen kann. Diverse Sportaktivitäten sind im Park ebenfalls möglich, für Kinder stehen mehrere Spielplätze, Karussells und vieles mehr zur Verfügung.

Einen letzten Park möchten wir noch empfehlen – den Zarizyno-Park. Dieser liegt recht weit außerhalb von Moskau im Süden und sieht seine Ursprünge zu einem Großteil in der russischen Kaiserin Katharina der Großen. Das von ihr in Auftrag gegebene Schloss wurde auch erst 2007 vollendet. Ein Picknick am See ist eine vorzügliche Gelegenheit, dem Großstadttrubel für einige Stunden zu entgehen.

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Kunst, Kultur und Museen in Moskau


Nordöstlich vom Kreml liegen gleich mehrere Schauspielhäuser und Theater. Eines davon ist das Bolschoi-Theater, das das wichtigste Schauspielhaus für Ballett und Oper darstellt.

Das neoklassizistische Gebäude mit seinen acht kolossalen Säulen besteht seit 1776. 1825 besuchte mit Alexander I. erstmals ein Zar das Theater. Knapp 2000 Menschen finden in dem prächtigen rot-goldenen Saal Platz, in dem im Prinzip nur die besten Künstler zu sehen sind. Tickets sind vor Ort recht schwer zu bekommen, weshalb man sie sich am besten im Voraus darum kümmern sollte. Für die oberen Ränge sind diese mit etwas Glück ab etwa 10€ erhältlich.

Das “Große Theater”

Weiterhin sind in Moskau unzählige interessante Museen angesiedelt. Kunstliebhabern ist zum einen das Museum für moderne Kunst zu empfehlen. Neben einer Privatsammlung des Bildhauers Surab Zereteli findet man hier auch Werke von Künstlern wie Picasso oder Wassily Kandinsky.

Bedeutend größer wird es im historischen Stadtteil Samoskworetschije in der weltberühmten Tretjakow-Galerie. Diese allein ist  schon fast ein Grund genug, die russische Metropole zu besuchen. Im Jahre 1892 schenkte der Kaufmann Pawel Tretjakow der Stadt seine Sammlung aus rund 2000 Gemälden, die sich mitterweile auf weit über 100.000 Exponate erhöht haben. Die Ausstellungsstücke sind größtenteils der russischen Kunst zuzuordnen und reichen vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert hinein. Wer mit der Metro kommt, nimmt die orange Linie und steigt an der Tretjakowskaja aus.

Wiederum noch größer als die Tretjakow-Galerie ist das Puschkin-Museum. Mit der Metrolinie 1 (Station Kropotkinskaya) erreicht man dieses Museum der Superlative, dessen Sammlung die zweitgrößte Russlands ist. Unter anderem gibt es hier Werke von Rembrandt und van Gogh zu bewundern. Mit zu den ältesten Beständen gehören ägyptische Mumien sowie Reliefs der geheimnisvollen Sumerer.

Abgesehen von der Kunst gibt es in Moskau aber noch zahlreiche andere spannende Expositionen. Erwähnenswert ist ohne Zweifel das Kosmonautenmuseum im nördlichen Stadtzentrum. Dieses dokumentiert umfassend die Geschichte der russischen (sowjetischen) Raumfahrt, vieles davon ist mit Originalteilen unterlegt.  Die ehemalige Raumstation Mir kann sogar begangen werden. Von Vorteil ist es in diesem Museum, ein wenig Russisch zu können, da nicht alles auf Englisch beschriftet ist.

Der Zentrale Pavillon der Ausstellung

Wer noch mehr über die Geschichte Russlands erfahren möchte, sollte die nahegelegene Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft besuchen. Auf dem riesigen Gelände kann man sich zu verschiedensten Themengebieten informieren, vieles davon befindet sich in Pavillons. Den Kosmospavillon schmückt beispielsweise noch eine eindrucksvolle Wostok.

In den vergangenen Jahren wurde das Gebiet zusätzlich erweitert (u.a. mit dem Botanischen Garten) und mit weiteren Freizeitattraktionen ausgestattet. Folglich hat sich die Anlage zu einem Besuchermagnet für Einwohner und Touristen entwickelt.

 Einkaufen und Kulinarik in Moskau


Prunkvoll einkaufen gehen kann man in Moskau beinahe an jeder Ecke. Vor allem aber um den Kreml und das Bolschoi Theater herum findet man alles, was das Herz begehrt. Im Ochotnyi Rjad sind ähnlich wie im GUM jede Menge noble Geschäfte untergebracht. Wer die Augen offen hält, findet jedoch auch mehrere preiswerte Läden. Bemerkenswert ist, dass der Einkaufstempel ganze drei Etagen in die Tiefe reicht. Etliche günstige Geschäfte sind zudem in der Twerskaja-Straße ansässig.

Die Petrovski Passage in der Innenstadt.
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Petrovsky_Passage_exterior_from_Petrovka_06-2015.jpg / A.Savin

Nicht gerade billig wird hingegen es in der Petrovski-Passage an der gleichnamigen Straße. Auch wenn man hier nicht gleich shoppen gehen sollte, lohnt sich ein kurzer Besuch dennoch, um die Zarenzeit wieder aufleben zu lassen. Ein sehr empfehlenswerter Lebensmittelladen ist der Jelissejew, wo es in prächtigem Interieur quasi sämtliche Delikatessen zu kaufen gibt.

Wer auch mal auf Moskaus Märkten vorbeischauen möchte, sollte auf jeden Fall am Rigaer Markt im Norden der Stadt Halt machen. Neben Fisch und Fleisch bietet er auserlesene Gewürze, naturbelassenen Imkerhonig oder erstklassigen Käse aus dem Kaukasus. Man erreicht den Markt über die Linie 6 an der Station Rizhskaya.

Die Moskauer Küche ist reich an Delikatessen und hält diese auch für jedermann bereit. Dass in Russland gern Wodka getrunken wird, weiß mit Sicherheit jeder – nicht fehlen dürfen außerdem weit verbreitere Zutaten wie Kaviar oder die leckeren Pelmeni (gekochte Teigtaschen). Zur traditionellen Küche gehören auch Pellkartoffeln, Schaschlik, Soljanka und natürlich diverse Suppen, zu denen eigentlich immer Brot mit serviert wird. Sie dienen neben kalten Fischplatten, Salaten, Pfannkuchen (Bliny) mit Kaviar, Pilzen u.v.m. häufig als Vorspeise, die in Russland ohnehin eine sehr große Bedeutung innehat.

Empfehlenswert ist es, sich zu den Gerichten Tee zu bestellen. Das russische Nationalgetränk kann man dann einfach mit Honig oder Zitrone süßen und mit Lebkuchen oder selbstgemachter Marmelade genießen. Zusätzlich zur russischen Küche haben sich in den letzten Jahren viele Restaurants aus anderen Ländern in Moskau angesiedelt, die das kulinarische Angebot komplettieren.

Traditionsreich sind ebenfalls die Oladji, hier mit saurer Sahne und Kaviar.
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Russian_oladyi,_Bob_Bob_Ricard,_Soho,_London.jpg / Ewan Munro

Nun noch zu einigen empfehlenswerten Lokalen: Nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung bietet sich das glamouröse Vogue Café* exzellent für eine kleine Verschnaufpause an.
Neben leckeren Cocktails lohnt sich ein Besuch vor allem wegen dem hervorragenden Kuchen und anderen Desserts, die man auf jeden Fall probieren sollte. Ab und zu trifft man in dem Café auch Prominente an.

Etwas weiter westlich wird man im Café Puschkin* praktisch in das goldene Zeitalter des Russischen Kaiserreichs zurückversetzt, so fühlt sich die Atmosphäre in dem altehrwürdigen Restaurant an. In historischem Ambiente wird inmitten von alten Bücherregalen ausgezeichnete, traditionelle russische Küche serviert. Eine Reservierung sollte definitiv in Betracht gezogen werden.

Möchte man auch einmal Spezialitäten aus anderen Regionen Osteuropas verkosten, kann man das Chatschapuri aufsuchen: Es gibt in Moskau gleich zwei Restaurants mit diesem Namen, eines davon liegt sogar nur wenige Schritte vom Café Puschkin entfernt. Die georgische Küche hat delikate Chinkali (gefüllte Teigtaschen mit Fleisch, Käse etc.) oder die gleichnamigen Chatschapuri im Angebot. Die überbackenen Käsebrote machen einen Besuch in beiden georgischen Restaurants zu einem außergewöhnlichen kulinarischen Erlebnis!

Anreise nach Moskau


Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Moskau zu erreichen. Für die meisten werden aber wahrscheinlich nur zwei davon in Frage kommen. Fangen wir aber mit der komplizierten Variante an, die Anreise mit dem Auto.
Lohnenswert ist dies in der Regel nur, wenn man auf dem Weg noch mindestens eine Zwischenstation (z.B. Breslau, Warschau) einlegt, da man mit 30 Stunden Fahrzeit durchaus rechnen muss. Außerdem benötigt man für Weißrussland extra ein Transitvisum zur Durchreise. Dieses ist immerhin umgehbar, indem man über Litauen und Lettland fährt. Allerdings sollte immer beachtet werden, dass bei der Einreise eine Mautgebühr bezahlt werden muss und auf den russischen Autobahnen Geschwindigkeitsbegrenzungen von 110 km/h gelten.

Zum Abschluss die Christ-Erlöser-Kathedrale an der Moskwa

Ähnlich lange, aber dafür entspannter, verläuft die Fahrt mit der Deutschen Bahn*. Die internationalen Züge kommen am Weißrussischen Bahnhof an, der im nordwestlichen Teil der Innenstadt liegt. Aus Berlin, Prag oder Wien existieren Direktverbindungen nach Moskau. Wer sich entscheidet, mit der Bahn zu fahren, bucht sich am besten gleich noch die Rückfahrt mit, um unnötige Komplikationen zu vermeiden. Am bequemsten ist die Zugfahrt übrigens im Schlafwagen.

Die logischste aller Anreisemöglichkeiten ist aber definitiv das Flugzeug. Von Berlin aus fliegt man etwa 2,5h, um in die russische Metropole zu gelangen. Passagiere aus Frankfurt benötigen eine gute halbe Stunde länger. Es gibt in Moskau drei Flughäfen, die für internationalen Flugverkehr von Bedeutung sind: Domodedowo im Süden, Scheremetjewo im Nordwesten und Wnukowo südwestlich von Moskau. In gleicher Reihenfolge erreicht man mit dem Aeroexpresszug den Pawelezker, Weißrussischen sowie Kiewer Bahnhof. Von hier aus fährt man einfach mit der Metro weiter.

Wichtig ist noch, dass man für die Einreise nach Russland ein Visum beantragen muss. Dieses stellt gegen Vorlage der Buchungsbestätigung oder ggf. einer formgerechten Einladung das russische Konsulat aus. Ein gültiger Reisepass ist dafür ebenfalls obligatorisch. Nach der Ankunft hat man sieben Arbeitstage Zeit, um sich zu registrieren – meist übernehmen jedoch die Hotels gleich die Anmeldung.

Visum für Russland beantragen*

Mit dem Moskau City Pass* genießt man im Übrigen kostenlosen Eintritt in über 40 Museen und kann zahlreiche weitere Vergünstigungen wahrnehmen.

Urlaubsliebhaber-Fazit

Moskau hat in seiner Geschichte schon viele positive, aber auch dunkle Zeiten erlebt. Dass die russische Metropole bereits mehrmals wiederaufgebaut werden musste, ist deutlich am Stadtbild erkennbar. Sie hat sich in den vergangenen Jahren prächtig entwickelt und zieht nicht nur mit magischen Sehenswürdigkeiten wie dem Kreml oder dem Roten Platz Millionen Touristen an. Das kulturelle, kulinarische und Freizeitangebot in Moskau ist einmalig!

 

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