Alle Wege führen nach Rom und so auch in diesem Artikel, in dem wir die schönsten Seiten der Metropole aufzeigen wollen. Es gibt wohl kaum eine Stadt auf der Welt, die bekannter ist als Rom. Die Hauptstadt Italiens hat seit ihrer Gründung vor nun bald 3000 Jahren einen großen Einfluss auf die Geschichte gehabt und ist nicht umsonst ein sehr beliebtes Reiseziel für Touristen.

Nicht alles ist in Rom bestens erhalten – die Glanzzeiten des Forum Romanum sind beispielsweise längst vergangen. Doch gerade diese gewaltigen Ruinen, alten Therme und historischen Bauwerke wie das Kolosseum oder das Pantheon machen den größten Reiz der ewigen Stadt aus. Nicht zu vergessen natürlich die Bürgermeisterin Roms, Virginia Raggi. 😉

Unsere Tipps gibts übrigens auch als Podcast!

Ein kleiner geschichtlicher Überblick zu Rom


Wohl jeder hat schon einmal von der Legende gehört, wonach Rom von den Zwillingen Romulus und Remus gegründet wurde, die die Kinder von Mars und Rhea Silvia waren und von einer Wölfin gesäugt worden waren. Dies geschah am 21. April 753 v.Chr auf dem Palatin, einer der sieben Hügel Roms. Später brachte Romulus seinen Bruder im Streit um.

Fakt ist auf jeden Fall, dass der Palatin bereits einige Jahrhunderte vor dem Gründungsjahr besiedelt wurde. Nach der Gründung lebten die Etrusker für einige Zeit in der Stadt, bis wohl im Jahre 509 v. Chr. die römische Republik entstand. In der Folgezeit expandierte die Stadt stetig und stieg schließlich zur Weltmacht auf. Mit den erfolgreichen Punischen Kriege gegen Karthago bestätigten die Römer ihre Vormachtstellung über das Mittelmeer, welche auch danach noch einige Jahrhunderte andauern sollte.

Rund um Christi Geburt begann das römische Reich, instabil zu werden, nicht zuletzt durch den Tyrannenmord an Julius Cäsar. Dennoch avancierte Rom beeindruckenderweise zur Millionenstadt. Einen äußerst dunklen Tag erlebte sie im Jahre 64 beim Großen Brand von Rom, kurz darauf erfolgte der Bau des heutigen Kolosseums.

Im 2. Jahrhundert erfolgte dann allerdings endgültig der Niedergang des Reichs. Die Bevölkerungszahl sank rapide auf wenige Zehntausend ab, im 6. Jahrhundert wurde das einst stolze Rom zur byzantinischen Provinzstadt degradiert. Im Mittelalter konnte die Stadt ebensowenig an den Prunk früherer Jahrhunderte anknüpfen, jedoch entwickelte sie sich allmählich zum Machtzentrum der Päpste.
Zu neuer Blüte und Größe kam Rom dann hingegen in der Renaissance und im Barock – so konnte in diesen Epochen zum Beispiel der Petersdom errichtet werden. Nach hochrangigen Besuchen wie von Johann Wolfgang von Goethe 1786 wurde Rom 1871, elf Jahre nach Gründung des italienischen Königreiches, zu dessen Hauptstadt ernannt. Seit diesem Zeitpunkt wurde sie an einigen Stellen (deutlich) modernisiert, die historischen Monumente im Zentrum sind aber nach wie vor der Blickpunkt für Besucher.

Sehenswürdigkeiten in Rom


Rom Karte


Rom besitzt eine riesige Fülle an Sehenswürdigkeiten, für die man theoretisch Wochen bräuchte, um allen die entsprechende Aufmerksamkeit zu widmen, die sie verdienen. Einige davon liegen etwas abseits, doch die Wichtigsten befinden sich eigentlich alle im historischen beziehungsweise antiken Zentrum. Eine Stadtbesichtigung beginnt man am besten gleich an der wohl bekanntesten Attraktion, dem Kolosseum.

Das Kolosseum


Das Kolosseum stellt nicht nur das größte je gebaute Amphitheater der Welt dar, sondern gehört ebenfalls seit 2007 zu den sieben neuen Weltwundern und ist Roms mit Abstand beliebteste Sehenswürdigkeit. Der Bau des Wahrzeichens gelang in einer Rekordzeit von nur 8 Jahren von 72-80 n.Chr.

Im Vorfeld lohnt es sich, vom Park Colle Oppio einen Blick auf das Colosseo zu erhaschen, von wo man es in seiner ganzen Größe bewundern kann. Steht man dann schließlich vor dem Theater, ist man einfach nur begeistert von seinen Dimensionen. Hier bietet sich die Gelegenheit, ein Foto mit den Gladiatoren zu machen.
Es ist jedoch Vorsicht geboten, was die Preise angeht, über die man sich besser erst kundig machen sollte.

Bemerkenswert ist, dass der Grundriss des architektonischen Meisterwerkes bis zum heutigen Tage als Modell für moderne Stadien dient. Bei einem Umfang von 527 Metern und einer Höhe von 48 Metern fasste die Arena ungefähr 50.000 Zuschauer!

Im Inneren überwältigt das ausgefeilte System von Gängen, Tunneln, Treppen und Arkaden. Auf jeden Fall sollte man auch zu den oberen Rängen hinaufsteigen, um einen noch besseren Eindruck von der Größe zu bekommen. Empfehlenswert ist ebenso, das Kolosseum bei Nacht zu besuchen. Wenn einzigartige Sehenswürdigkeiten erleuchtet werden, sind sie oft sogar noch schöner – eine Tatsache, die auch auf das Colosseu zutrifft.

Die Schattenseite des Ganzen sind aber natürlich die Ereignisse, die in der Antike hier stattfanden. „Brot und Spiele“ gab es bereits damals und die Bürger Roms wurden mit grausamen Gladiatorenkämpfen und Tierhetzjagden bei Laune gehalten. Während der einhunderttägigen Eröffnungsspiele wurden rund 5000 Tiere geopfert.

Mir hat das Kolosseum sehr gut gefallen! Im Hochsommer ist es hoffnungslos mit Touristen überlaufen, aber abgesehen davon sind die Wartezeiten vollkommen in Ordnung. Wenn ihr eure Tickets schon vorab bucht, spart ihr euch jedoch die Wartezeit vor dem Kolosseum und könnt durch einen separaten Eingang ins Kolosseum. Das Ticket für das Kolosseum gilt übrigens auch für das Forum Romanum, Palatin und Kapitol und umgekehrt. Wenn ihr euer Ticket also erst vor Ort kaufen wollt, dann geht zuerst ins Forum Romanum. Dort stehen zu jeder Zeit deutlich weniger Menschen an 🙂

Schnelleinlass ins Kolosseum*

Forum Romanum, Palatin und Kapitol


Westlich des Kolosseums erstreckt sich mit dem Forum Romanum das Herz des Römischen Reichs und heut zu Tage eine weitere beliebte römische Sehenswürdigkeit. Nach der Trockenlegung des Gebiets entstanden nach und nach Häuser und kleine Läden und im Zuge dessen auch Basiliken, Tempel und Verwaltungsgebäude. Es wurde immer mehr bebaut und entwickelte sich schließlich zum Zentrum des politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebens der alten Römer.

Allerdings verlor das Forum mit dem Niedergang des Reiches ebenfalls seine Bedeutung und die meisten Gebäude verfielen. So findet man nun größtenteils eine gigantische Ruine vor. Es existieren aber einige Bauwerke, bei denen man sich den einstigen Glanz noch sehr gut vorstellen kann und wer nur über begrenzte Zeit verfügt, sollte sich den Arco di Tito und Arco di Settimio Severo sowie die Basilica di Massenzio und den Tempio di Antonino e Faustina anschauen.

Das Forum Romanum sprüht nur so von vergangenem Glanz. Definitiv ein Muss für jeden Rom-Trip!

Forum Romanum mit dem Kolosseum im Hintergrund

Tickets für das Kolosseum + Forum Romanum*

Südlich angrenzend an das Forum Romanum erhebt sich mit dem Palatin der vermutlich älteste bewohnte Teil Roms. Im 1./2. Jahrhundert war das Forum so zugebaut, dass die Herrscher und andere wohlhabende Römer mit ihren Palästen und Residenzen auf den Hügel auswichen. Das Wort Palast leitet sich übrigens vom Palatin selbst ab.

Bedauerlicherweise sind diese auch nicht mehr erhalten, dennoch lohnt sich der kleine Aufstieg wegen des reizvollen Blicks auf das Forum. Außerdem ließ man in der frühen Neuzeit mehrere schöne Gärten entstehen, die an heißen Sommertagen ein wenig Schatten spenden und Erholung bieten. Wiederum südlich des Palatins liegt direkt der Circo Massimo, in dem Wagenrennen vor wohl über 200.000 Zuschauern ausgetragen wurden!

Westlich des Forums befindet sich mit dem Kapitol der zweitkleinste der sieben Hügel Roms. Es besitzt ebenfalls eine lang zurückreichende Geschichte und stellte früher das religiöse Zentrum dar, hatte aber auch eine militärische und politische Bedeutung (z.B. durch Triumphzüge, die zum Kapitol führten).

Die von Michelangelo angelegte Piazza del Campidoglio wird von einer großartigen Gebäudekulisse geziert, die aus Senatorenpalast (Rathaus), Konservatorenpalast und dem Palazzo Nuovo besteht. Letztere beiden beherbergen die Kapitolinischen Museen. Die Mitte des Platzes wird von einer Reiterstatue Mark Aurels eingenommen.

Von den Passagen neben dem Senatorenpalast kann man nochmals den Blick auf das Forum Romanum genießen, bevor man weiter zur Santa Maria in Aracoeli und dem Vittorio-Emanuele-Denkmal schlendert. Wenn auch ein Eintritt hier kein Muss ist, so sollte man sich dennoch die Aussicht von der großen Terrasse auf die Trajansmärkte, die Kaiserforen (Fori Imperiali) und die Piazza Venezia nicht entgehen lassen.

Flüge nach Rom

Das Pantheon


Weiter nördlich gelangt man schließlich zum Pantheon. Nicht viele Bauwerke Europas können sich architektonisch mit diesem antiken Meisterwerk messen. Dementsprechend lohnt es sich ohne Frage, erst einmal auf der Piazza della Rotonda innezuhalten und die 2000 Jahre Baugeschichte in Ruhe zu betrachten.

Ein eindrucksvolles Bauwerk, das Pantheon

Schnell fällt auf, dass es nur wenige Gebäude in Rom gibt, die solch einen authentischen Einblick in die Vergangenheit ermöglichen wie das Pantheon. Im Inneren wird jedem das neun Meter große Loch in der Kuppel bekannt sein. Die marmorverkleideten Wände geben obendrein ein unvergleichliches Bild ab, wenn das Sonnenlicht auf sie fällt. Noch schöner mag der Blick nach oben nachts sein, wenn die Sterne leuchten.

Das Pantheon diente im Übrigen als Vorbild für eine Reihe weiterer Kuppelbauten, darunter das Washingtoner Kapitol oder der Berliner Dom. Der Eintritt ist kostenlos.

Fontana di Trevi


Eine weitere überaus populäre Sehenswürdigkeit in Rom ist der Trevi-Brunnen. Vom Pantheon aus östlich gelegen, wurde er in 30 Jahren von 1732-1762 erbaut und stellt mit 26 Metern Höhe und 50 Metern Breite den größten Brunnen der Stadt dar.
Ursprünglich befand sich an dieser Stelle der Abschluss eines Aquädukts, das damals mehr als 100.000 Kubikmeter pro Stunde in die Stadt leitete.

Die Fontana di Trevi: Mehr als nur ein einfacher Brunnen

Aus dem heutigen Monument fließen täglich „nur“ noch 80.000 Kubikmeter Wasser. Die immensen Besucherscharen entziehen ihm zwar ein wenig seine Schönheit – Der gesamte Platz ist tagsüber voller als voll -, die Beleuchtung bei Nacht ist jedoch ein Kunstwerk für sich.
Wer also zu später Stunde in der Nähe ist, sollte auf jeden Fall einen Abstecher hierher machen. Viele Touristen können dann auch der Versuchung nicht widerstehen, eine Münze in den Brunnen zu werfen – jährlich kommen auf diese Weise gut eine Million Euro zusammen!

Piazza di Spagna


Unbedingt einen Besuch abstatten sollte man der Piazza di Spagna. Und das nicht nur, weil es in direkter Umgebung verschiedene luxuriöse Einkaufsmöglichkeiten gibt, sondern vor allem wegen einer der berühmtesten Freitreppen weltweit, der Spanischen Treppe. Sowohl Platz als auch Treppe verdanken ihren Namen dem Palazzo di Spagna, der Botschaft Spaniens beim Heiligen Stuhl.

Die Spanische Treppe wurde im Jahre 1723 erbaut, besitzt 138 Stufen und führt hinauf zur Kirche Santa Trinità dei Monti. Sie ist für jedermann ein beliebter Treffpunkt und von der Aussichtsplattform kann man wunderschöne Fotos von der Piazza mit dem barocken Fontana della Barcaccia machen.

Von hier aus starten außerdem mehrere Free Walking Tours. Solche Stadtführungen sind kostenlos und werden von Einheimischen durchgeführt. In der Regel gibt man am Ende aber immer ein Trinkgeld. Ich habe bei meinem letzten Aufenthalt zwei dieser Touren mitgemacht und dadurch viel dazu gelernt!


Acht geben sollte man auf Taschendiebe, die im dichten Gedränge sonst leichtes Spiel haben. Essen und Trinken sind auf der Piazza leider verboten. Wer eine Pause machen möchte, kann beispielsweise das traditionsreiche Antico Caffè Greco aufsuchen, in dem schon Goethe und Wagner Gäste waren.

Möchte man dem Trubel der Roms für den Moment bis auf Weiteres entfliehen, ist die nahegelegene Villa Borghese sehr zu empfehlen. Der Park ist mit einem am See gelegenen Tempel, mehreren Gärten, Museen, Statuen, Wasserquellen und vielem mehr ein Idyll in der Großstadt.

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Engelsburg


Alle bisher aufgeführten Sehenswürdigkeiten befanden sich östlich des Tibers. Macht man sich nun auf den Weg zur Engelsburg, überquert man dabei die mit Engelsstatuen gesäumte Aeliusbrücke und gelangt auf die Westseite. Am Rande bemerkt, können Fotoliebhaber wirklich eindrucksvolle Bilder machen, wenn sie ein Stückchen am Tiber und seinen vielen Brücken entlanggehen. Eine überaus elegante Brücke ist zum Beispiel die Ponte Sisto.

Nun aber zur Engelsburg:  Am Ufer des Tibers erhebt sich die gewaltige Festungsanlage, die ursprünglich als Mausoleum für den römischen Kaiser Hadrian erbaut wurde. Nachdem ihr eigentlicher Zweck dann allerdings nach relativ kurzer Zeit ausgedient hatte, erkannte man ihre strategische Bedeutung und nutzte sie als Zitadelle, Festung und auch als Gefängnis.

Blick auf das Castel Sant’Angelo

Als die Burg im 10. Jahrhundert in den Besitz der Päpste überging, richteten sich diese hier edle Gemächer ein, die bei einer Besichtigung besondere Beachtung verdienen. Interessanterweise diente sie ebenfalls als Zufluchtsort für den Pontifex. So existiert zwischen dem Apostolischen Palast im Vatikan und dem Castel ein Verbindungsgang (Passetto di Borgo), der in mehreren Ausnahmezuständen benutzt wurde. Für Besucher ist der Gang an bestimmten Tagen bei vorheriger Buchung zugänglich.

Der Eintritt in die Engelsburg ist in jedem Falle zu empfehlen, da sie mit ihren antiken, dunklen, düsteren Gängen für einmalige „unheimliche“ Atmosphäre sorgt. Außerdem bietet sie eine sehr schöne Aussicht auf die ewige Stadt.

Tickets ohne Anstehen für die Engelsburg*

Zu einem Großteil wird das Castel Sant‘ Angelo vom Parco Adriano gegeben, der im Anschluss eine durchaus willkommene Abwechslung bietet.

Der Petersdom


Bewegt man sich nun einige Hundert Meter Richtung Westen, verlässt man für einige Zeit Rom und betritt den kleinsten Staat der Welt, den Vatikan. Bereits aus der Ferne ragt das Heiligtum der römisch-katholischen Kirche empor. Davor erstreckt sich die riesige Piazza San Pietro, die beeindruckende Maße von 340 x 240 Metern aufweisen kann.
Auffallend sind die gigantischen Kolonnaden, die in Form zweier Halbkreise angelegt sind. Die insgesamt 284 Säulen sind in 71 Viererreihen angeordnet, oberhalb tragen sie die Statuen von 140 Heiligen. In der Mitte des Platzes befindet sich der über 300 Tonnen schwere und 25 Meter hohe Obelisk Vaticano.

Der Petersdom selbst wurde auf dem Grab des Apostels Petrus erbaut, dem ersten Bischof von Rom. Dieses liegt womöglich sogar direkt unter dem Hochaltar des Doms. Die erste Kirche an dieser Stelle, die Petrus geweiht war, wurde von Kaiser Konstantin I. 324 errichtet. Die Konstantische Basilika hatte mehr als 1000 Jahre Bestand, wurde dann aber baufällig und durch den jetzigen Dom ersetzt.

Der Bau des Petersdoms nahm 120 Jahre in Anspruch und wurde 1626 fertiggestellt. Als Architekt war unter anderem Michelangelo beteiligt, der einen Großteil der mächtigen Kuppel konzipierte.

Der Innenraum der 137 Meter hohen Basilika ist circa 185 Meter lang und hat damit ein Fassungsvermögen von gut 60.000 Menschen. Die Ausmaße, Verzierungen, Statuen, Säulen, Altäre (v.a. Hochaltar) etc. sollte man am besten erst einmal eine Weile auf sich wirken lassen. Ein sehr bedeutendes Kunstwerk steht gleich neben dem Eingang in einer Seitenkapelle: Michelangelos Pietà, die trotz Panzerglas ihren Charme keineswegs verloren hat. Sehenswert ist ebenfalls die Krypta, die zahlreiche Gräber von Päpsten beherbergt.

Die legendäre Aussicht vom Petersdom

Die Hauptattraktion wird für die meisten mit Sicherheit die Besteigung der Kuppel sein. Zu erreichen ist diese auf über 500 Stufen, der Aufgang ist teilweise ziemlich eng und an heißen Sommertagen nichts für schwache Nerven.

Aus diesem Grund sollte man auch versuchen, rechtzeitig da zu sein, zumal sonst auch die Wartezeiten sehr lang werden können.
Der Aufstieg lohnt sich aber definitiv, denn bereits die erste Aussichtsplattform gewährt in 45 Metern Höhe einen spektakulären Blick auf das Innere des Doms. Die Aussicht von ganz oben über den Petersplatz, die Vatikanischen Gärten und die gesamte Stadt ist schlichtweg atemberaubend und sollte auf keinen Fall versäumt werden!

Der Eintritt in den Petersdom ist kostenlos, für den Kuppelaufstieg bezahlt man im Normalfall 6€.

Urlaubsliebhaber-Tipp: Wie schon erwähnt ist die Warteschlange vor dem Petersdom gigantisch und vor allem im Sommer teilweise absurd lang.
Es gibt zwei Möglichkeiten um dieses Desaster zu umgehen: Einerseits könnt ihr euch ein Ticket kaufen, mit dem ihr nicht vor dem Petersdom anstehen müsst, sondern in einer anderen Schlange viel schneller im Petersdom seid. Ein solches Ticket findet ihr unter diesem Absatz.
Die zweite Möglichkeit habe ich bei meinem letzten Aufenthalt im Oktober genutzt. Wenn man zuerst die Vatikanischen Museen besucht, ist man – nachdem man fertig ist – bereits im Vatikankomplex drin. Das bedeutet, dass ihr euch nicht wieder auf dem Petersplatz anstellen müsst, sondern euer Ticket für den Aufstieg auf den Dom nach dem Ende eurer Besichtigung der Museen kaufen könnt. Dadurch spart man sehr viel Zeit und Nerven. 🙂

Petersdom ohne Anstehen plus Audioguide*

Vatikanische Museen


Die Vatikanischen Museen beherbergen mit den päpstlichen Kunstsammlungen einige der wichtigsten Kunst- und Kulturschätze der Welt. Dementsprechend groß ist der Andrang an der Viale Vaticano. Bei der riesigen Sammlung bräuchte man wahrscheinlich Tage, um die ganzen Abteilungen mit angemessener Wertschätzung zu durchlaufen. Da dies natürlich nicht möglich ist, sollte man sich vorher festlegen, was man sich genau anschauen möchte.

Sogar die Wendeltreppe stellt hier ein Highlight dar.

Zur Auswahl stehen zum Beispiel Altertümer aus dem Alten Ägypten und von den Etruskern, Funde aus der klassischen Antike, Kunstgegenstände aus Katakomben frühchristlicher Kirchen, Kunst aus der Renaissance u.v.m. Als mit am bekanntesten gelten dabei die grandiosen Stanzen des Raffael, interessant sind auch die Appartamenti Borgia. Die Krone setzt einem Rundgang der Besuch der Sixtinischen Kapelle auf.

1483 wurde der Ort des Konklaves nach 8-jähriger Bauzeit geweiht, mehrere bedeutende Künstler wie Perugino oder Botticelli waren an den Wandgemälden beteiligt. Für die Deckengestaltung beauftragte man niemand Geringeren als Michelangelo, der sich mit glänzenden Deckenfresken mit Szenen aus der Genesis und dem Jüngsten Gericht an der Nordwand in der Sixtinischen Kapelle verewigte.

Der Eintritt in die Vatikanischen Museen ist am letzten Sonntag im Monat kostenlos. Freitagabends gibt es bei vorheriger Buchung nächtliche Führungen mit entsprechend entspannterer Atmosphäre.

Die vatikanischen Museen + sixtinische Kapelle ohne Anstehen*

Wetter in Rom


Roma
It
1.66 m/s 71 %
Klarer Himmel
22°C
1.81 m/s 56 %
Klarer Himmel
21.4°C
1.76 m/s 46 %
Klarer Himmel
19.1°C
7.82 m/s N/A
Klarer Himmel
21.7°C

Kulinarik und Einkaufen in Rom


Traditionell findet man in der römischen Küche eine Vielzahl deftiger Produkte, teilweise sogar mit Innereien, aber auch reichlich Gemüse wie Bohnen, Artischocken oder Erbsen. Typische Gerichte beziehungsweise Leckerbissen sind so beispielsweise Pasta Fagioli (Penne mit Ackerbohnen), Porchetta (Schweinerollbraten) sowie Carciofi alla Giudia (frittierte Artischocken).

Wie praktisch überall in Italien, wird das Menü in verschiedenen Gängen serviert. Zu Beginn kommen die Antipasti wie Bruschette, gefolgt von der ersten Hauptspeise, dem primo piatto, der Speisen wie Risotto oder Nudeln umfasst.
Der seconco piatto besteht in der Regel aus Fleisch oder Fischgerichten, als Dessert dienen quasi wie in Deutschland hauptsächlich Süßspeisen. Was die Beilagen (contorni) angeht, bestellen sich die Römer gern noch etwas Obst oder Gemüse dazu.

Natürlich gibt es auch ganz klassisch Pasta und vor allem Pizza zu bestellen, nicht selten von Stehbäckereien. Für unterwegs sind darüber hinaus in den über 3000 Bars Tramezzini (Sandwiches) sowie Panini zu empfehlen. Dazu noch einen Cappuccino und schon hat man für recht wenig Geld eine Zwischenmahlzeit, vorausgesetzt man befindet sich ein Stück abseits vom touristischen Rummel.


Was spezielle Lokale betrifft, so hat man in Rom bei solch einer breiten Auswahl im Prinzip die Qual der Wahl.
Direkt nach einer Tour durch das Kolosseum bietet sich das nahegelegene Café Café* an, in dem es einige warme Gerichte, aber auch Süßes wie Kuchen gibt. Unweit des Pantheons findet man im Sant´Eustachio il Caffè jede Menge Gebäck, welches man gut zu einem Espresso genießen kann. Traditionell wird hier von Hand gerösteter Kaffee serviert, was das Café bei  vielen sehr beliebt macht.
Für Schokoladenliebhaber ist dazu das Caffè Doria* mit einer sehr exquisiten Auswahl an (süßen) Leckereien eine exzellente Adresse.

Für hervorragendes Eis lohnt es sich, im Giolitti* oder im Il Gelato di San Crispino* in der Nähe des Trevi-Brunnens vorbeizuschauen, in dem es definitiv mit das beste Eis Roms gibt.

Das Luzzi* ist ein weiteres Lokal, das nur einen Katzenspruch vom Colosseo entfernt ist und sogar noch näher an der Basilica di San Clemente* liegt. Die Trattoria ist stets gut besucht, touristenfreundlich und besitzt eine große Auswahl an Gerichten. Ebenfalls empfehlenswert ist die Trattoria Sora Lella* auf der Tiberinsel zwischen Trastevere und Kapitol. Hier gibt es unverfälschte, klassische römische Küche zu probieren.

Wer das Ambiente auf einem der vielen schönen Plätze wie der Piazza Navona* oder dem Campo de‘ Fiori* genießen möchte, muss damit häufig rechnen, etwas tiefer in die Tasche zu greifen.
Allerdings ist ein Besuch dort normalerweise auch das Geld absolut wert, weshalb die berühmten Plätze Roms immer eine gute Anlaufstelle sind. Nebenbei bemerkt findet auf dem Campo mit Ausnahme von Sonntag jeden Tag einer der bekanntesten Märkte in Rom statt. Dort gibt es Blumen, Fisch, Käse, Kräuter sowie frisches Obst und Gemüse.


Für einen langen Abend, egal ob im Ristorante oder in einer Bar, ist das Viertel Trastevere* eine der besten Adressen. Hier wird man auf der Suche nach einem geeigneten Lokal, in dem man die Nacht verbringen kann, auf jeden Fall fündig.

Wie es oft üblich ist in Italien, sind allgemein zu später Stunde die großen Plätze hoch frequentiert, da gern unter freiem Himmel gefeiert wird. Dort kommt man auch ideal in Kontakt mit den Römern selbst. Ein typischer Touristenclub in der Nähe vom Hauptbahnhof ist das Yellow Hostel*, wo es richtig leckere und professionelle Cocktails gibt.
Wer sich hingegen nach einem warmen Tag abends noch abkühlen möchte, sollte den Ice Club* aufsuchen. Der Eintritt ist mit 15€ ziemlich teuer, aber gerade im Sommer für viele ein Segen, da praktisch der gesamte Club aus Eis besteht.

Die Spanische Treppe mit Blick in die Via Condotti

Hochwertig einkaufen lässt es sich wie weiter oben bereits angedeutet in der Nähe der Piazza di Spagna. Dort befindet sich nämlich das „magische Dreieck“ bestehend aus der Via Condotti, Via del Babuino und der Via del Corso, das im Norden bis zur Piazza del Popolo* reicht.
Lederwaren, Accessoires, Wein und vor allem Mode findet man hier in den zahlreichen Designerläden wahrlich im Überfluss. Die Preise sind nicht selten überteuert, wer die Augen offen hält findet aber auch preisgünstigere Ware. Notfalls kann man auf die Via del Tritone ein Stück weiter südlich ausweichen.

Begibt man sich weiter westlich Richtung Engelsburg, bieten die Boutiquen in der Via Giulia, Via dei Coronari oder der Via del Governo Vecchio zahlreiche wertvolle Antiquitäten und Kunsthandwerksgegenstände.
Auf Schnäppchenjagd für Dinge aller Art kann man zudem auf die Porta Portese* gehen. Auf Roms größtem Flohmarkt findet man an rund 4000 Ständen so ziemlich alles, was man sich vorstellen kann.

Anreise nach Rom


Rom liegt an einem Punkt, wo die Autofahrt sehr lang und beschwerlich werden kann, gerade zur Ferienzeit. Wer außerhalb der Schulferien Rom besuchen möchte, kann die Fahrt bei optimalen Verkehrsbedingungen aus dem Süden Deutschlands durchaus in unter 10 Stunden schaffen. Gleiches gilt für Zugverbindungen*. Autofahrten führen im römischen Stadtverkehr allerdings fast immer zu Stress, den es ja im Urlaub zu vermeiden gilt.

Für diejenigen, die in nördlicheren Gebieten wohnen, kommt wiederrum eine Flugreise am ehesten in Frage. Rom besitzt zwei Flughäfen, einen kleineren namens Ciampino und einen großen internationalen Airport, den Fiumicino. Der Ciampino wird primär von Billigfliegern wie Ryan Air oder Easy Jet angeflogen, während unter anderem Lufthansa oder Air Berlin Direktflüge von München, Frankfurt, Berlin oder Hamburg zum Fiumicino anbieten.

Von hier aus gelangt man am besten mit dem Expresszug Leonardo da Vinci zum Hauptbahnhof Termini, der alle 30 Minuten abfährt. Eine Karte kostet knapp 15€. Preiswerter sind die Züge, die vorher noch bei anderen römischen Bahnhöfen Halt machen. Vom Ciampino kommt man ins Zentrum am günstigsten mit dem Bus. Passende Flüge finden sich auf jeden Fall bei unserem Flug-Vergleichsrechner.


Einmal am Bahnhof angekommen, stellt sich die Frage, wie man am besten zum Hotel kommt. Natürlich kann man zu Fuß gehen, vom Termini bis zum Kolosseum läuft man als Richtwert rund 20 Minuten.
Es empfiehlt sich aber vielleicht doch, entweder einen Mietwagen oder ein Taxi zu nehmen . Die (weißen) Taxis reserviert man sich am besten ebenso im Voraus, um nicht vor Ort von Privattaxis finanziell über den Tisch gezogen zu werden. Fahrten ins Zentrum sind hingegen in der Regel leider ziemlich teuer.
Eine weitere Möglichkeit ist die Fortbewegung mit der Metro. Dafür sollte man sich jedoch einen Fahrplan vorher besorgen.
Generell ist es in Rom wichtig, sich vor Taschendieben in Acht zu nehmen, egal ob am Bahnhof, an Haltestellen oder auf öffentlichen Plätzen.

Wie eigentlich in allen Großstädten gibt es ein Stadtticket, das verschiedene Vergünstigungen gewährt. Mit dem Roma-Pass*, den es für 48 und 72 Stunden gibt, genießt man freien/ermäßigten Eintritt zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten (z.B. Kolosseum & Engelsburg), kann den öffentlichen Nahverkehr kostenlos nutzen, hat keine Warteschlangen vor sich und vieles mehr.

 

Urlaubsliebhaber-Fazit

Rom ist eine absolut hinreißende Stadt, in der es so viel zu entdecken gibt wie in kaum einer anderen Stadt Europas. Wenn man durch ihre Straßen spaziert, denkt man teilweise, man befinde sich in einem gigantischen Freilichtmuseum – so viel ist in Rom aus früheren Zeiten erhalten geblieben. Die ewige Stadt sollte also unbedingt einmal besucht werden!

 

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