Bunte Fischerboote, historische Städte und bezaubernde Dörfer:
Malta beeindruckt mit einer einzigartigen Mischung aus Natur und Architektur. Der aus fünf Inseln bestehende Staat liegt im Mittelmeer zwischen Sizilien und der nordafrikanischen Küste. Die Hauptinsel Malta ist ein aufregender Schmelztiegel der Kulturen. Ob im Hafen der Hauptstadt Valletta, beim Feiern in Sliema oder beim Bummel über den Markt von Marsaxlokk: Im Urlaub auf Malta begegnet man Menschen und Einflüssen aus aller Welt.

Wissenswertes über Malta

  • Neben der Hauptinsel Malta gehören noch Gozo, Comino, Cominotto und Filfla zum Inselstaat.
  • Nur drei Inseln der Gruppe sind bewohnt: Malta selbst, Gozo und Comino, wo weniger als zehn Menschen leben. Der Zutritt zur Insel Filfla ist nicht gestattet.
  • Mit gerade einmal 28 Kilometern Länge und maximal 14 Kilometern Breite ist Malta kleiner als beispielsweise Bremen. Mit 430.000 Einwohnern auf 316 Quadratkilometern Fläche ist die Insel allerdings der Staat mit der fünfhöchsten Bevölkerungsdichte weltweit.
  • Auf Malta findet man bedeutende Megalithentempel aus der Jungsteinzeit, deren Überreste zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören.
  • Die Hauptstadt Valletta wurde zur Europäischen Kulturhauptstadt 2018 gewählt.
  • Für 150 Jahre, von 1814 bis 1964, war Malta britische Kronkolonie. Neben Maltesisch ist Englisch bis heute Staatssprache.
  • Um den Süden Maltas vor einer Invasion aus dem Norden zu schützen, bauten die Engländer eine Victoria Lines genannte Grenzmauer. Die Victoria Lines teilt die Insel bis heute in einen nördlichen und südlichen Teil. Die meisten Menschen leben im Süden.
  • Wie in England herrscht auf Malta Linksverkehr.

Malta Karte


Unterwegs auf Malta

Ein Urlaub auf Malta entführt in die bewegte Geschichte der Insel. Auf dem Eiland treffen Einflüsse verschiedener mediterraner Großreiche aufeinander. Karthager, Römer, Byzantiner und Araber haben die Kultur der Inselgruppe geprägt.
Von 1530 bis 1798 herrschte der Johanniter-Orden über die Insel. 1565 versuchten die Türken, Malta zu erobern, was jedoch nicht vollständig gelang. Erst Napoleon beendete die Herrschaft der Johanniter. Die französische Besatzung dauerte allerdings nur zwei Jahre: Die Malteser riefen die Engländer unter Lord Nelson zur Hilfe, womit die Zeit als englische Kronkolonie begann.

Die Engländer führten auf der Insel auch den Linksverkehr ein. Dieser kann durchaus zur Herausforderung für Urlauber werden. Doch Erkundungstouren über die Insel lohnen sich definitiv. Zwar wurden viele Bauwerke während des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt, nach Kriegsende aber mit viel Sorgfalt wieder aufgebaut. So erstrahlen die Städte und kleinen Dörfer auch heute noch im historischen Glanz.

Wer besonders unabhängig sein möchte, nimmt sich einen Mietwagen und fährt von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit. Mit dem Auto ist die kleine Insel in knapp einer Stunde durchquert .
Malta verfügt allerdings auch über ein gut ausgebautes Netz an Linienbussen. Die meisten Buslinien starten und enden am Busbahnhof der Hauptstadt Valletta. Viele Verbindungen führen direkt zu beliebten Sehenswürdigkeiten. Ein Tagesticket kostet 2,60 Euro. Es empfiehlt sich, bei Busfahrten immer Kleingeld dabei zu haben. Viele Busfahrer nehmen nämlich selbst 5- und 10-Euro-Scheine nicht an.

Auch mit dem Taxi kommt man auf Malta zum Ziel. Es gibt zwei Arten von Taxis: An den Taxiständen warten die weißen, teureren Taxis. Die schwarzen Taxis sind nur per telefonischer Bestellung zu buchen, dafür aber auch etwas günstiger. Für zehn Kilometer zahlt man etwa 14 Euro.

Ausgehen auf Malta


Braucht man nach all den Entdeckungen eine Stärkung, kehrt man am besten in eines der vielen kleinen Restaurants ein, die in allen maltesischen Städten zu finden sind. Als kleine Snacks gibt es Sandwiches nach britischer Tradition, belegte Ftira-Brote mit Thunfisch und Kapern oder Pastizzi, mit Ricotta oder Erbsenmus gefüllte Blätterteigtaschen.
Für Erfrischung sorgt das Nationalgetränkt Kinnie, eine Limonade aus Bitterorangen mit verschiedenen Gewürzen. Zu den typisch maltesischen Spezialitäten zählt zudem frischer Fisch in allen Variationen. Ebenso charakteristisch für die maltesische Küche sind Fleischgerichte mit Kaninchen.

Honigringe – typische maltesische Süßigkeiten

Ein entspannter Abend lässt sich in den vielen Weinlokalen der Insel verbringen. Maltesischer Wein ist außerhalb der Insel kaum bekannt, aber ein echter Geheimtipp für Weinliebhaber. Auf gerade einmal 316 Quadratkilometern Anbaufläche wächst hier so mancher guter Tropfen heran.

Wer lieber die Nächte durchtanzt, stattet den Bars und Clubs in Paceville/St. Julians und Bugibba einen Besuch ab. In den Clubs und Open-Air-Discos legen erstklassige internationale DJs auf. Gefeiert wird bis zum frühen Morgen.

Valletta – die maltesische Hauptstadt

Ein Muss während des Malta-Urlaubs ist ein Abstecher nach Valletta. Am besten nimmt man sich gleich einen ganzen Tag Zeit, um die charmante Hauptstadt zu erkunden.
Diese liegt auf der Ostseite der Insel, auf der Halbinsel Sceberras, und ist von gewaltigen Stadtmauern umgeben. Valletta wurde sprichwörtlich am Reißbrett entworfen. Auf einem öden Fels entstand im 16. Jahrhundert eine beeindruckende Stadtfestung, deren einzigartige Architektur bis heute die Besucher anzieht.

Der Stadtplan Vallettas beruht auf einem Gittersystem. Die Straßen verlaufen parallel, was es sehr einfach macht, sich in der Hauptstadt zurecht zu finden. Die Straßen Vallettas sind allerdings recht steil. Damit Fußgänger die Steigungen bewältigen können, haben die Stadtplaner viele Straßen mit Treppenstufen ausgerüstet.

Die Stufen führen auch hinab ins lebhafte Hafenviertel. Einst gingen hier Seeleute aus aller Welt vor Anker und verkauften ihre kostbaren Waren. Aus dieser Zeit stammen noch die alten Lagerhäuser, die sich am Hafen aneinanderreihen.
Heute treffen sich Malteser und Urlauber in den vielen kleinen Cafés. Auf den Terrassen sitzt man direkt am Wasser und genießt einen hervorragenden Blick auf das bunte Treiben.

Der Hafen von Valletta ist auch ein beliebter Veranstaltungsort für Konzerte und andere Events. Wer den Jahreswechsel auf der Insel verbringt, sollte sich zum Beispiel das große Silversterfeuerwerk im Hafen nicht entgehen lassen.

Sliema

Zusammen mit St. Julian’s bildet Sliema das touristische Zentrum Maltas. Möchte man bei einem Malta Urlaub tanzen und feiern, sollte man in der Stadt an der Nordostküste vorbeischauen.
Tagsüber lockt das einst beschauliche Fischerdorf vor allem mit tollen Einkaufsmöglichkeiten. Ein Bummel über die belebte Promenade führt vorbei an vielen kleinen Geschäften. Noch mehr Gelegenheit zum Shoppen bieten gleich mehrere Malls.

Von Sliema aus starten auch Boote zur Inselrundfahrt. Wer die Unterwasserwelt vor Maltas Küste erkunden möchte, ist hier ebenfalls richtig. Vom Strand aus geht es auf zum Tauchausflug oder zum Schnorcheln. Bevor dann die Nacht anbricht, kann man sich in einem der schicken Restaurants mit erstklassiger Küche verwöhnen lassen. Danach ziehen Urlauber und Einheimische weiter durch die Bars und Clubs.

Marsaxlokk

Wohl kaum ein anderer Ort Maltas findet sich so häufig auf Postkarten wieder wie Marsaxlokk (ausgesprochen Marsaschlock). Der kleine Fischerort liegt an der Südostküste der Insel. Seine Berühmtheit verdankt er den farbenfrohen Luzzu-Booten. Die traditionellen Fischerboote auf dem türkisfarbenem Meer und vor strahlend blauem Himmel geben einfach ein hervorragendes Fotomotiv ab.

Doch nicht nur die malerischen Fischerboote machen Marsaxlokk zu einem lohnenswerten Ausflugsziel während der Malta-Reise. Einmal pro Woche wird der Hafen Schauplatz eines lebhaften Spektakels. Jeden Sonntag ist nämlich Markttag in Marsaxlokk.

Es gibt kaum eine bessere Gelegenheit, um maltesische Händler in Aktion zu erleben und nebenbei noch fangfrischen Fisch und weitere lokale Spezialitäten zu kosten. Nach einem erfolgreichen Einkauf sollte dann ein Abstecher zur Kirche “Our Lady of Pompei” auf dem Programm stehen. Die katholische Kirche aus dem 19. Jahrhundert bezaubert mit ihren Fresken und eindrucksvollen Kunstwerken.

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Mdina und Mosta

Auf einer Anhöhe mitten auf Malta liegt Mdina, die ehemalige Hauptstadt. Die malerischen schmalen Gassen und die einzigartige Mischung aus mittelalterlicher und barocker Architektur machen Mdina zu einem Touristenmagnet. Dennoch wirkt die Stadt keineswegs überlaufen.

Beim Spaziergang zwischen den Stadtmauern kann man tatsächlich wunderbar zur Ruhe kommen. Die engen Straßen der Stadt sind gesäumt von den Palästen vornehmer Familien. Zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten gehören das Main Gate genannte Stadttor, die St. Peter und Paul Kathedrale und der Vilhana Palace.


Eine Reise ins Zentrum von Malta führt auch nach Mosta. Mit rund 19.000 Einwohnern ist die Stadt einer der bevölkerungsreichsten Orte der Insel. Vor den Toren Mostas verläuft die von den Engländern errichtete Victoria Lines.

Bedeutendste Sehenswürdigkeit der Stadt ist der unter dem Namen “Rotunda of St. Marija Assunta” bekannte Dom. Rotunda heißt die gewaltige Kuppel, die das Kirchengebäude schmückt. Der Dom von Mosta ist der weltweit drittgrößte Dom mit einer derartigen freitragenden Kuppel. Im 19. Jahrhundert wurde er unter tatkräftiger Hilfe der Bevölkerung erbaut.

Gozo

Ohne einen Abstecher auf die Nachbarinseln wäre eine Reise nach Malta nicht komplett. Zumindest für einen Ausflug nach Gozo sollte man während des Malta-Urlaubs Zeit einplanen. Die Fähre bringt Besucher auf das kleinere Eiland. Die Fahrt dauert etwa eine halbe Stunde und endet im malerischen Hafen Mgarr. Ein tolles Ziel für den Tagesausflug ist die Stadt Victoria mit ihrem bunten Markt.

Hop-On-Hop-Off-Bus Tour*

Mit der Basilika ta’ Pinu besitzt Gozo auch monumentale Bauwerke.

Wer vor allem die Sonne genießen möchte, nimmt sich eine Liege in der Bucht von Marsalforn. Die findigen Sonnenschirm-Vermieter haben Löcher in den Fels gebohrt, um den Liegen festen Stand zu verleihen.
Etwas versteckter liegt die Dwerja Bay, ein Geheimtipp für alle, die abseits der Touristenströme schnorcheln möchten. Die Unterwasserwelt gehört zu den schönsten Sehenswürdigkeiten auf Gozo. Auch mit wenig Taucherfahrung lässt sich diese erkunden. Die vielen Tauchschulen auf der Insel bieten Schnupperkurse bereits ab 35 Euro an.

Strände auf Malta

So schön Malta auch ist: Lange Sandstrände hat die Insel nicht zu bieten. Wer sich von seiner Reise nach Malta einen erholsamen Strandurlaub verspricht, muss aber nicht enttäuscht sein. Das Baden im Meer ist nämlich an durchaus vielen Orten möglich. Beschauliche Strandabschnitte und das türkisblaue Wasser entschädigen allemal für das Fehlen ellenlanger Strände.

Felsstrände findet man unter anderem bei Sliema, St. Julian’s, Bugibba und Qawra. Der Norden der Insel hat auch einige Sandstrände zu bieten. Zu den schönsten und beliebtesten gehört der Golden Bay im Nordwesten, der einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. In der Hochsaison ist der Strand recht voll, aber dennoch einen Besuch wert.

Der längste Strand Maltas ist der Mellieha Bay beim beliebten Urlaubsort Mellieha. Ruhiger geht es unter der Woche am Ghain Tuffieha im Nordwesten zu. Für Schnorchler lohnt sich ein Ausflug zum Form Ir-Rih im Nordwesten und zu Peter’s Pool im Südosten. Wagemutige springen hier von den Klippen ins Meer.

Geradezu paradiesisch mutet die Blaue Lagune auf Comino an. Die Bucht gehört ohne Frage zu den bekanntesten Badeorten der Inselgruppe. Mehrmals täglich steuern von Malta und Gozo aus Boote die Schwesterinsel an. Die Lagune wird von mächtigen Felsen und einem Riff geschützt, das Wasser schimmert in den unterschiedlichsten Blautönen. Das Naturschauspiel sollte man sich bei einem Malta Urlaub nicht entgehen lassen.

Urlaubsliebhaber-Fazit

Malta ist eine abwechslungsreiche Insel und kann vor allem durch das tolle Wetter, malerische Buchten und die wunderschönen historischen Dörfer und Städte begeistern. Ein Urlaub auf Malta lohnt sich zu jeder Zeit!

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