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Der Markusdom in Venedig gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Lagunenstadt und gilt als Paradebeispiel für die romanisch-byzantinische Architektur. Seinen Namen verdankt der Markusdom den Gebeinen des Apostel Markus, die im Inneren der Kirche begraben sind. Erfahrt hier alles, was Ihr über das gigantische Bauwerk am venezianischen Markusplatz wissen müsst!

Markusdom in Venedig: Tickets und Eintrittspreise

Der Eintritt in den Markusdom selbst ist kostenlos. Für einige zusätzliche Räume sowie für den Aufstieg zum Glockenturm müsst Ihr Tickets lösen. Die Eintrittspreise:

  • Sankt-Markus-Museum: 5,00 Euro
  • Altarbild Pala d’oro: 2,00 Euro
  • Kirchenschatz Tesoro: 3,00 Euro
  • Besichtigung Glockenturm: 12,00 Euro

Angemerkt sei, dass die gerade genannten Eintrittspreise nur vor Ort gelten. Lange Warteschlangen müssen dann also mit eingerechnet werden. Vor einem Besuch des Markusdoms kann man sich das klassische Ticket ohne Anstehen sichern, in dem alle Attraktionen des Markusdoms enthalten sind.

Markusdom - Tickets ohne Anstehen*

Der Zugang zur Domführung ist nur mit angemessener Kleidung gestattet. Schultern und Knie sollten bedeckt sein. Rucksäcken und Taschen dürft Ihr nicht mit in die Kirche nehmen, könnt diese aber kostenlos in der Nähe des Doms abgeben. Fotografieren und Filmen ist ebenfalls nicht erlaubt.

Piazza San Marco mit Dogenpalast und Markusdom

Die Basilika und direkt rechts daneben der Dogenpalast. Copyright: Artush / Depositphotos.com

Öffnungszeiten des Markusdoms für die kostenlose Besichtigung:

– November bis Ostern: Montag – Samstag 09:45-17:00 Uhr, Sonntag und Feiertage 14:00-17:00 Uhr
– Ostern bis November: Montag – Samstag 09:45-17:00 Uhr, Sonntag und Feiertage 14:00-16:00 Uhr

Die Markusdom Besichtigung gehört zu den Höhepunkten eines Urlaubs in Venedig. Entsprechend lange Schlangen bilden sich schon vor der Öffnung der Kirchentore auf dem Markusplatz. Die Wartezeit beträgt häufig eine Stunde oder mehr.

Möchtet Ihr den Markusdom in Venedig ohne Anstehen besichtigen, empfiehlt es sich, Tickets und Führungen im Voraus online zu buchen. Mit einem Venedig City Pass erhaltet Ihr ebenfalls bevorzugten Eintritt in den Markusdom und könnt die Warteschlangen umgehen.

Die eindrucksvolle Fassade der Basilica di San Marco

Besucht Ihr den Markusdom in Venedig, nehmt Euch ausreichend Zeit, um die äußerst eindrucksvolle Fassade zu bewundern. Die zweistöckige Hauptfassade in Richtung Markusplatz gliedert sich in fünf Portale, deren Bögen mit reichem Mosaikschmuck versehen sind. Die Mosaike zeigen biblische Motive und Szenen aus der venezianischen Geschichte.

Die meisten Portale entstanden während der Umbauarbeiten vom 14. bis zum 17. Jahrhundert, die Mosaike sind teils noch jüngeren Datums. Das einzige noch aus dem 13. Jahrhundert erhaltene Portal ist die nördliche Porta Sant’Alipio. Ihr Mosaik zeigt eine Ansicht des Markusdoms aus dieser Zeit.

Das mittlere Portal trägt eine Darstellung des Jüngsten Gerichts nach Vorlage Lattanzio Querenas (1836).
Die Mosaike über den vier seitlichen Portalen erzählen, wie die Gebeine des Heiligen Markus gerettet und nach Venedig überführt wurden.

Markusdom Venedig Fassade

Blick auf die Piazza San Marco mit der Basilika und dem Campanile | Copyright: palmenpep / depositphotos.com

Eine Statue des namensgebenden Apostel Markus darf natürlich ebenfalls nicht fehlen. Sie steht im Giebelfeld des größten, mittleren Bogens. Darunter befindet sich ein goldenes Relief der Markuslöwen, das Symbol der Republik Venedig.
Als weitere Dekoration trägt die Fassade eine Verkleidung aus 2.600 antiken Säulen sowie zahlreiche Skulpturen aus unterschiedlichen Epochen.

Markusdom - Tickets ohne Anstehen*

Die Verzierungen bestehen aus Marmor, Jaspis, Serpentin und Porphyr. Die Säulen stammen zum größten Teil aus Beutezügen während des 4. Kreuzzugs und sollen die Macht Venedigs repräsentieren.

Eintritt in den Markusdom und Innenansicht

Vom Markusplatz aus führen einige Stufen hinab zur Basilika. Wie viele Bauwerke in den alten Stadtteilen Venedigs ist auch der Markusdom vom Absinken des Bodens betroffen. Aktuell liegt er etwa 23 cm unter dem Markusplatz.

Die Gestaltung des Innenraums steht der schmucken Fassade in nichts nach. Vier mächtige Pfeiler und sechs Säulen teilen den Kirchenraum in drei Schiffe. Die Pfeiler tragen die fünf Kuppeln des Markusdoms. Richtet Euren Blick während der Markusdom Besichtigung unbedingt auch einmal nach unten: Den Boden zieren aufwendig gearbeitete ornamentale Mosaike aus Marmor.

Markusdom in Venedig von innen

Copyright: Iofoto / Depositphotos.com

Die Wände sind in den unteren Bereichen mit Marmorplatten verkleidet. Auf den oberen Wandzonen sowie auf der gesamten Decke glänzen derweil Mosaike mit Goldgrund. Insgesamt erstrecken sich die Mosaike über eine Fläche von 8.000 Quadratmeter und gehören zu den größten zusammenhängenden Mosaiken der Welt. Das viele Gold hat dem Markusdom auch den Beinamen “goldene Basilika” eingebracht.

Besichtigt Ihr den Markusdom von innen, könnt Ihr die gewaltigen Ausmaße der Kirche auf Euch wirken lassen. Reichtum und Macht der einstigen Republik Venedig sind hier zum Greifen nah. Die Besichtigung ohne Turmaufstieg und Museumsbesuch dauert etwa 15 Minuten.

Bringt Ihr etwas mehr Zeit mit, solltet Ihr Euch den Markusdom Altar mit dem Pala d’oro nicht entgehen lassen. Das goldene, mit zahlreichen Edelsteinen geschmückte Altarbild stellt die Geschichte des Heiligen Markus dar und gilt als eines der prächtigsten christlichen Altarbilder überhaupt.

Die Geschichte der Basilica di San Marco

Mit ihren fünf Kuppeln, der beeindruckenden Fassade und dem aufwendig gestalteten Innenraum ist die Basilica di San Marco eine der berühmtesten Kirchen der Welt und die wichtigste Basilika in Venedig. Sie erhebt sich im Süden der Lagunenstadt, an der Ostseite des Markusplatzes.

Im 9. Jahrhundert stand hier bereits eine andere Kirche, die ebenfalls dem Zweck diente, die aus Alexandria geraubten Gebeine des Apostel Markus aufzunehmen. Als Aufständische im Jahr 976 ein Feuer im Dogenpalast legten, wurden die Kirche und rund 200 weitere Gebäude zerstört.

Noch im Jahr des Brandes ordnete der Doge Pietro I. Orseolo den Wiederaufbau der Basilica an. Der heutige Markusdom entstand zwischen 1063 und 1093 als Stiftung des Dogen Domenico Contarini. Die Gebeine des Heiligen Markus, die während des Großbrandes verschwanden, sollen der Legende nach zum Abschluss der Bauarbeiten wiedergefunden worden sein. Den Fundtag, den 25. Juni, feiern die Venezianer heute noch als Inventio Sancti Marci.

Bis ins Jahr 1797 diente der Markusdom als zentrales Staatsheiligtum. Seit 1807 ist die Basilica di San Marco die Kathedrale des Patriarchen von Venedig.


Markusdom: Grundriss in Form eines griechischen Kreuzes

Venedig stand lange unter oströmisch-byzantinischer Herrschaft. Damit war es zwar zum Bau des Markusdoms längst vorbei, zwischen den beiden Städten bestand jedoch weiterhin eine enge Verbindung. Das zeigt sich in der Architektur des ehemaligen venezianischen Staatsheiligtums, die byzantinischen Vorbildern folgt.

Der Grundriss des Markusdoms entspricht einem ungleichmäßigen griechischen Kreuz mit 76,5 Metern Länge und 62,6 Metern Breite, wobei der westliche Arm breiter und länger ist.

Venedig und die Basilica di San Marco aus der Luft

Die Vierung und jeden Kreuzarm krönen fünf gewaltige Kuppeln mit 45 Meter Höhe. Damit brachte die Basilica di San Marco den überkuppelten Zentralbau nach Italien und wurde selbst zum Vorbild für weitere sakrale Bauwerke. Vom Markusplatz aus zu sehen sind die Kuppeln allerdings erst seit Anbauarbeiten im 13. Jahrhundert.

Während dieser Zeit entstand auch die nördliche Vorhalle, ebenfalls im byzantinischen Stil, die acht kleinere Kuppeln trägt. In einer dritten Bauphase in der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts erhielt der Dom Ausschmückungen im Stil der venezianischen Gotik. Diese dritte Bauphase erstreckte sich über mehrere Jahrhunderte, als offizielles Jahr der Fertigstellung gilt 1617.

Venedig City Pass*

Eintritt und Führung im Markusdom nach Kassenschluss*

Die Pferde von San Marco

Berühmt ist der Markusdom auch für seine Pferde. Die Galerie im oberen Stockwerk schmückt ein Pferdegespann aus vergoldeter Bronze. Dabei handelt es sich um eine Kopie, das Original befindet sich mittlerweile im Museum San Marco. Die Pferde waren ursprünglich Teil einer antiken Quadriga aus dem 1. Jahrhundert. Wie viele der an der Fassade angebrachten Säulen sind sie eine Kriegsbeute aus Konstantinopel, erobert im Kreuzzug von 1204.

Pferde des Markusdoms
Die Original-Statuen sind jeweils 1,60 Meter groß und wiegen 875 Kilogramm. Erst bei einer Restaurierung in jüngerer Zeit stellte man fest, dass sie nicht wie sonst üblich aus Bronze, sondern hauptsächlich aus vergoldetem Kupfer bestehen. Kupfer lässt sich schwieriger einschmelzen als Bronze, ist jedoch leichter zu vergolden.

Jede Pferdestatue besteht aus nur zwei Teilen, die Nahtlinie am Hals verdeckt ein Schmuckband. Zahlreiche Einritzungen verleihen den Pferden eine fast lebensechte Ausstrahlung und sorgen dafür, dass der Goldüberzug in der Sonne nicht zu sehr blendet.

Fast wären die Pferde von San Marco eingeschmolzen worden. Im 18. Jahrhundert erinnerte man sich an ihre Bedeutung. Napoleon ließ sie 1798 in den Louvre von Paris bringen, 1815 kehrten sie aber wieder nach Venedig zurück.

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