Wer an griechische Inseln denkt, dem fallen vermutlich zunächst Kreta, Rhodos und Korfu ein. Das Eiland Kefalonia hat noch nicht denselben Bekanntheitsgrad erreicht. Doch ein Besuch auf der ionischen Insel lohnt sich. An traumhaften Stränden, in malerischen Ortschaften und geheimnisvollen Tropfsteinhöhlen lassen sich unvergessliche Eindrücke sammeln.

Ein Urlaub auf der griechischen Insel Kefalonia

Vor allem britische Touristen genießen an den Stränden Kefalonias die Sonne. Italiener nutzen das Mittelmeer rund um die buchtenreiche Insel als Bootsrevier. Auch deutsche Urlauber entdecken das Eiland für sich. Kein Wunder, bietet Kefalonia doch eine runde Mischung aus lebhaften Städten und beschaulichen Buchten, pittoresken Fischerdörfern und mysteriösen Grotten.

Kefalonia gehört zu den Ionischen Inseln und ist mit einer Fläche von 734 km² das größte Eiland der Inselgruppe. In der Antike war die Insel im Golf von Patras eine der wichtigsten Stationen auf dem Weg von Italien und Sizilien nach Griechenland. Die Geschichte der Insel reicht aber noch viel weiter zurück. Schon vor 110.000 bis 35.000 Jahren siedelten Neandertaler auf Kefalonia.

Zahlreiche Sagen und Mythen ranken sich um die Insel: So vermuten Wissenschaftler, dass Kefalonia mit der in der Odyssee beschriebenen Insel Same übereinstimmt. Einige Historiker vertreten zudem die Theorie, dass Kefalonia auch in der Apostelgeschichte der Bibel genannt wird, als Insel Melite. Dort strandete der Apostel Paulus auf dem Weg nach Rom.

Belegt ist, dass die Insel im 6. und 5. Jahrhundert vor Christus zum Einflussbereich von Korinth gehörte. Später ging die Insel an Athen und geriet im 2. Jahrhundert unter römische Herrschaft. Der bewegten Geschichte der Insel können Besucher unter anderem in der Korjialenios-Bibliothek und im Historischen Museum der Hauptstadt Argostoli auf die Spur kommen.

Doch auch die Naturschönheiten Kefalonias sollten sich Urlauber nicht entgehen lassen. Nicht zu übersehen ist der Berg Enos, der sich 1.628 Meter in den Himmel erhebt. Schwarze Tannen verleihen ihm seine charakteristische, dunkle Farbe, die ihm bei den Venezianern den Namen “Monte Negro” eingebracht hat.

Am Abend sollte man dann unbedingt in eine der kleinen Tavernen einkehren, kefalonischen Honig probieren und den Tag bei einem Glas Robola-Wein ausklingen lassen.

22 Strände und Buchten für einen unvergesslichen Badeurlaub

Wer einen typischen Badeurlaub auf Kefalonia plant, findet 22 abwechslungsreiche Strände vor. Die Auswahl reicht von eher touristisch geprägten Stränden wie dem Skala Beach bis hin zu versteckten Buchten. Exzellentes Badewetter genießt man auf Kefalonia im Mai, Juni und im September.

Myrtos Beach


Der Myrtos Beach gehört zu den größten und bekanntesten Stränden Kefalonias. Auch wer noch nie in Griechenland war, hat ihn vielleicht schon gesehen. Der Strand ziert nämlich zahlreiche Griechenland-Poster und Postkarten.

Der weiße Sandstrand, die hohen Felswände und das klare, azurblaue Meer haben dem Myrtos Beach einen Platz auf der Liste der “schönsten Strände der Welt” gesichert. Damit diese Schönheit erhalten bleibt, sind Baumaßnahmen am Strand streng verboten. Das bedeutet auch, dass es in direkter Nähe keine Unterkünfte gibt.
Wer am Myrtos Beach baden möchte, sollte also die Zeit für einen Tagesausflug mitbringen. Es lohnt sich: In der Mittagssonne schimmert das Meer mal blau, mal grün, und am Abend zeigt sich ein spektakulärer Sonnenuntergang.

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Petani Beach


Der etwa 500 Meter lange Petani Beach liegt auf der Halbinsel Paliki, etwa 30 Kilometer westlich von der Hauptstadt Argostoli. Petani Beach gilt als kleiner Bruder des Myrtos Beach und bietet ebenso feinen Sand und kristallklares Wasser.

Rund um den Strand erheben sich weiße Felsen, zwei Landzungen schaffen eine geschützte Umgebung. Das Meer hier ist tief und es herrscht meist ein starker Wellengang. Wassersportarten wie Surfen sind hier jedoch, wie an den meisten Stränden auf Kefalonia, verboten. Am südlichen Ende des Strandes bietet sich dafür der Blick auf einen atemberaubenden Sonnenuntergang.

Xi Beach


Der Xi Beach hat vor allem aufgrund seines rötlichen Sandes Bekanntheit erlangt. Er erstreckt sich südlich der Stadt Lixouri über fast 3 Kilometer Länge. Am Xi Beach kommen auch Wassersportler auf ihre Kosten. Jetksi, Parasailing und Bananaboat sind hier erlaubt. Der flach abfallende Strand und das seichte Wasser bieten auch die optimalen Bedingungen für Kinder. Wer einfach nur entspannen möchte, macht es sich auf einer Liege unter einem Sonnenschirm bequem.

Saint Thomas Beach


Ebenfalls bestens für einen Badeausflug mit Kindern geeignet ist der Saint Thomas Beach, auch Agios Thomas Beach genannt. Etwa 2,5 Kilometer von Karavados entfernt teilt sich der Strand in einen westlichen Teil mit riesigen Felsen und in eine malerische Badebucht im Osten. Das klare Meer lädt zum Tauchen ein. Unter Wasser entdeckt man bunte Fische und einige andere Meereslebewesen.

Wetter auf Kefalonia


Kefalonia
Gr
1.91 m/s 100 %
Klarer Himmel
23.4°C
1.87 m/s 96 %
Klarer Himmel
25.7°C
3.91 m/s 96 %
Klarer Himmel
25.9°C
2.26 m/s 96 %
Klarer Himmel
25.7°C
1.52 m/s N/A
Klarer Himmel
26.5°C

Die Hauptstadt Argostoli


An der Südwestküste der Insel Kefalonia liegt die Hauptstadt Argostoli. Beim großen Erdbeben von 1953 wurden große Teile der Stadt zerstört, bis heute aber wieder aufgebaut. Das Leben findet hier vor allem auf der Straße Lithostroto (die Gepflasterte) statt. Die Flaniermeile verläuft parallel zum Hafenkai. Einheimische und Touristen treffen sich hier in zahlreichen Cafés und Tavernen oder stöbern durch die Souvenirläden. Kleine Mitbringsel und typische Köstlichkeiten lassen sich auch auf dem Markt an der Uferstraße entdecken.

Etwa 2,5 Kilometer nördlich der Stadt befinden sich die berühmten Meeresmühlen. Durch eine künstliche Rinne wird Meerwasser herangeführt und bis zur Ostküste geleitet.

Lixouri


Nach Argostoli ist Lixouri die zweitgrößte Stadt auf Kefalonia. Bekannt ist Lixouri vor allem für den sehenswerten Hafen, aber auch für die Philharmonie. Die Stadt liegt auf der Halbinsel Paliki, direkt vor den Toren der antiken Stadt Pale.

Colorful traditional Greek fishing boats in port of Lixouri town, Kefalonia island, Greece

Nach dem Erdbeben von 1953 wurde Lixouri weitgehend nach dem alten Grundriss wieder aufgebaut. So hat sich das historische Flair der Stadt bis heute erhalten. Die einzigartige Atmosphäre genießt man am besten auf dem Hauptplatz mit dem großen Gummibaum, der Plateia. Rundherum laden viele kleine Cafés zum Verweilen ein. Köstlichkeiten mit Tradition serviert die Konditorei Mavroidis, die bereits seit 1922 besteht.

Bei einem Stadtbummel sollte man unter anderem der Iakovatios-Bibliothek einen Besuch abstatten. In einer klassizistischen Villa aus dem Jahr 1866 gibt es historische Gegenstände aus dem Besitz der Familie Tirpado/Typaldos zu sehen. Einen Besuch wert ist auch das alte Schulgebäude am Hafen. Es wird nicht mehr genutzt, bietet aber ein eindrucksvolles Zeugnis der klassizistischen Architektur.

Fiskardo und Asos


Wer die Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, findet sie im malerischen Fischerdorf Fiskardo. Als eine von wenigen Ortschaften blieb das Dorf beim großen Erdbeben von 1953 unversehrt. An die schmalen Gassen schmiegen sich kleine Häuser, deren Balkone im Sommer mit prachtvollen, herabhängenden Blumen geschmückt sind. Rund ums Dorf laden dichte Wälder zu einem ausgiebigen Spaziergang ein. Vom Leuchtturm aus bietet sich ein toller Ausblick über das Meer.

Fiskardo

Auf dem Weg nach Fiskardo oder zum Myrtos Beach bietet sich der kleine Ort Asos für eine Pause an. Am Rand der Halbinsel Erisos liegt die Burg Asos, 1585 als Zufluchtsort für die Einwohner errichtet, 1593 von den Venezianern zur Zitadelle ausgebaut. Später diente die Burg als Verwaltungssitz der Venezianer.

Kefalonia Strand

Asos

Ferienhäuser auf Kefalonia

Melissani Höhle


Ein einmaliges Naturphänomen ist die Melissani Höhle mit ihrem verborgenen See. Am Friedhof von Karavomilos führt ein künstlicher Stollen in die Tropfsteinhöhle. Der See speist sich aus Wasser, das von Felsspalten nahe Argostoli unterirdisch in die Höhle gelangt. Der See liegt etwa einem Meter über dem Meeresspiegel und reicht an seiner tiefsten Stelle 30 Meter hinab. Das Wasser ist dabei so klar, dass man selbst dort den Boden der Grotte sehen kann.

Erst, als beim Erdbeben von 1953 ein Teil des Daches einstürzte, wurde die Höhle entdeckt. Fällt das Sonnenlicht durch das Loch in der Decke, erstrahlt die Grotte in den unterschiedlichsten Farben. Das Naturschauspiel lässt sich besonders gut während einer Bootstour durch die etwa 163 Meter lange und 25 Meter breite Tropfsteinhöhle erkunden.

Drogarati Höhle


Ein ebenso beeindruckendes Erlebnis ist ein Besuch in der Tropfsteinhöhle Drogarati. Sie erstreckt sich auf 900 Quadratmetern und ist damit die größte Höhle auf Kefalonia, die bereits mehr als 150 Millionen Jahre alt sein soll. Auch diese Höhle kam erst durch ein Erdbeben ans Licht. Allerdings liegt dieses Beben schon mehrere Hundert Jahre zurück.

Eine Moostreppe führt hinab in die Höhle nahe der Ortschaft Sami und endet in einem beeindruckenden, unterirdischen Saal. Orange und gelbe Stalaktiten und Stalagmiten erzeugen ein etwa 2 Kilometer langes Labyrinth aus zahlreichen Gängen und Kammern. Urlauber können die Tropfsteinhöhle von März bis Oktober erkunden.

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Urlaubsliebhaber-Fazit

Kefalonia hat einiges für Touristen zu bieten. Vor allem das ganzjährig gute Klima, die tollen Strände und die großartigen Menschen machen Kefalonia zu einer sehenswerten Insel!

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